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Mit „Hallo“ ist nichts sicher – ein Plädoyer für den Einsatz eines „Passwort-Managers“

Passwort Maske
Foto: pixabay

Hatten Sie auch schon mal das große „P“ wie Panik im Gesicht, weil das kleine Vokalbelheft oder die Datei mit den Passwörtern für all ihre Accounts nicht mehr zu finden war. Es ist häufig das handgeschriebene Backup für den Eintritt in unsere digitale Welt. 26 passwortgeschützte Accounts haben wir im Durchschnitt, fünf verschiedene Passwörter nutzen wird dafür. Das beliebteste Passwort der Deutschen war 2016 „Hallo“ gefolgt von „Passwort“. Dass diese Wörter nicht sicher sind, wissen sicherlich fast alle. Aber wer hat schon Zeit und Lust, sich 26 Passwörter a’ la „Px$67fg§- 8Tlj“ einfallen zu lassen - vom anschließenden Merken ganz zu schweigen. Die praktische Lösung heißt: Passwort-Manager. Die praktischen Programme helfen nicht nur, unsere Passwörter zu verwalten, sondern können meist noch viel mehr. Wir sagen Ihnen, warum ein Passwortmanager Sinn macht und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Der Kennwort-Safe mit Kreativ-Potenzial
Passwort-Manager verwalten die Passwörter von allen unseren Accounts an einer Stelle – eine Art virtueller Safe. Als Zugangscode dient in der Regel ein Masterpasswort. Das sollte mindestens acht Zeichen lang sein (Zahlen, Sonderzeichen im Wechsel mit Buchstaben und Groß-/Kleinschreibung). Experten empfehlen, es nicht auf dem PC zu speichern. Einmal eingerichtet haben wir mit dem Masterpasswort alle Passwörter stets im Griff und häufig werden diese auch direkt automatisch an den richtigen Stellen eingesetzt. Zudem haben die Programme in der Regel auch einen Passwort- Generator „an Bord“. Der erfindet für uns sichere neue Passwörter bzw. Buchstaben-Zahlen-Kombinationen und speichert sie auch gleich ab.

Das Master-Passwort – ein „gefundenes Fressen“ für Datendiebe?
Tatsächlich beschleicht uns Nutzer bei der Speicherung aller Passwörter an einer Stelle vielleicht ein mulmiges Gefühl. Aber zum einen sind die Datenbanken mit „bewährten Sicherheitstechnologien“ verschlüsselt, wie Sicherheitsforscher Peter Mayer von der TU Darmstadt erst kürzlich versicherte. Zum anderen bieten die Passwort-Manager bei Bedarf meist auch noch weitere Sicherungsmaßnamen, die wir mit unserem Masterpasswort kombinieren können. Dazu gehört z. B. die vielen schon bekannte Zwei-Faktoren-Authentifizierung, sprich neben dem Masterpasswort haben wir auch noch einen Code zur Sicherung. Bei der Einrichtung der Passwort-Manager helfen dann mehr oder weniger umfangreiche Video-Tutorials.

Worauf wir achten sollten
Die Auswahl des richtigen Passwort-Managers hängt zunächst einmal davon ab, mit welchen Geräten wir das Programm nutzen wollen. Zudem müssen wir im Vorfeld die Frage klären, ob nur wir oder noch weitere Personen Zugang zu unseren Passwörtern haben sollten. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Lizenzen, manche müssen beispielsweise jährlich erneuert werden. Grundsätzlich sollten wir bei der Auswahl auf bewährte Anbieter setzen, die schon erfolgreich getestet wurden und regelmäßig aktiv „weiter entwickelt werden“.

Lokal oder in der Cloud
Das ist im Grunde eine der persönlich zu lösenden Gretchenfragen – wenn Sie der „sicheren Cloud“ trauen, dann sind Cloud-basierte Lösungen wie „LastPass“, „1Password“ oder „Dashlane“ sicherlich schnell die richtige Wahl. Sie eignen sich besonders für Nutzer, die mit vielen unterschiedlichen Geräten – vom PC bis zum Smartphone - auf den Passwortmanager zugreifen wollen. Alternativen sind lokal installierte Lösungen wie beispielsweise „Keepass“ und „Password Safe“. Hier liegen unsere Passwörter in einer verschlüsselten Datenbank, die wir dann selbst sichern bzw. an einem sicheren Ort lagern können.

Reicht die kostenlose Variante
Im Prinzip ja, aber... – tatsächlich ist auch das eine Frage der persönlichen Wünsche. Wenn Ihnen ein schlichtes Programm reicht, das vielleicht in der Nutzerfreundlichkeit nicht absolute Topwerte erreicht, dann sind die kostenlosen bzw. die Basisversionen mancher Passwortmanager ausreichend. Mehr Funktionen, mehrere Nutzer, mehr Übersicht bieten meist die kostenpflichtigen Varianten. Jeweils gute Übersichten über die verschiedenen Anbieter und deren Leistungen bieten die Kollegen von netzsieger.de und trusted.de. Und dann heißt die Devise - auswählen, ausprobieren und entscheiden. Ich habe mein Vokalbelheft jedenfalls inzwischen „feierlich vernichtet“ und lasse jetzt meine Passwörter verwalten. Mein Urteil – absolut empfehlenswert. Nutzen Sie die Ruhe der Osterferien doch auch, um Ihre Passwortverwaltung sicher zu automatisieren.


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