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Dominik & Philipp
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Das „grüne“ Smartphone – Apps für ein nachhaltigeres Leben

„Die Klimakrise wird von Politiker*Innen und Entscheidungsträger*innen ignoriert. Jeder Mensch sollte mit seinem Leben die Welt ein bisschen besser machen. Wie könnte ich denn etwas anderes tun, als gegen die größte Bedrohung unserer Zeit zu kämpfen,“ so beschrieb kürzlich die 18-Jährige Clara, eine Teilnehmerin der Friday for Future-Demonstrationen, ihre Motivation. Keine Frage - bei der Bekämpfung des Klimawandels ist auch jeder von uns gefordert und die Bereitschaft zu Veränderungen steigt auch: Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov ergab Anfang Juni, dass 74% der Befragten bereit sind, auf Kurzstreckenflüge zu verzichten, 63% können sich vorstellen, weniger Fleisch zu essen und 56% würden ihr Auto in Innenstädten stehen lassen.

Praktisch helfen kann uns bei unserem Veränderungswillen bzw. der Bewusstseins-Bildung aber auch ganz konkret unser Smartphone mit Öko-Apps. Sie unterstützen uns auf verschiedenen Ebenen, wenn wir gesünder und nachhaltiger leben wollen und das auch direkt. Denn die Zeit drängt, Klimaforscher und Mitverfasser des IPCC-Sonderberichts zur globalen Klimaerwärmung Hans Otto Pörner: „Wir müssen uns klar darüber werden, dass wir heute noch Entscheidungsoptionen haben, dass wir ein Zeitfenster haben vielleicht von zwanzig Jahren, in dem wir darüber befinden, wie nachfolgende Generationen das Klima auf dieser Erde erleben werden.“

Mikroplastik – ja oder nein?

Welche Materialien und Stoffe sind in unseren Kosmetika, in Lebensmitteln oder Haushaltsmitteln enthalten und sind diese Stoffe möglicherweise gefährlich? Das ist eine Frage, die uns im Rahmen eines bewussteren Lebens immer stärker umtreibt. Die App „Codecheck“ hilft uns bei der Identifizierung der Inhaltsstoffe in einer Vielzahl unserer täglich genutzten Produkte. Dafür müssen wir einfach nur den Barcode eines Produktes einscannen und schon zeigt ein farbiger Bewertungskreis, ob die Inhaltsstoffe bedenklich sind oder nicht.

Bei einem durchgehend roten Kreis sollten wir aufmerksam werden und genauer hinschauen. Bei Lebensmitteln bietet die App zudem eine Nährwertampel und z.T. auch Alternativangebote. Enthält unser Produkt Palmöl oder Mikroplastik wird dieses von der App besonders hervorgehoben. Codecheck ist eine StartUp-App aus der Schweiz und kooperiert u.a. mit dem BUND und dem WWF.

Die App ist kostenlos verfügbar für iOS und Android, werbefrei kostet sie einmalig knapp 7 Euro.

Verbrauch erkennen leicht gemacht

Um Sparpotentiale zu erkennen, brauchen wir erst einmal einen genauen Überblick über unseren Strom-, Wasser und Heizenergiebedarf. Dabei hilft die App „Energie-Check“, deren Entwicklung u.a. vom Bundesumweltministerium unterstützt wurde. Sobald wir die App geladen haben, können wir beginnen, unsere Zählerstände zu sammeln, um sie später zu analysieren und zu vergleichen. Das klappt entweder händisch, per Stimme oder seit 2017 auch per Scan. Sobald wir die Stände mehrfach eingegeben haben (Erinnerungen können wir auch einstellen), zeigt uns die App unsere Verbrauchsentwicklung und wir sehen, wann im Jahresverlauf besonders viel oder wenig verbrauchen. Die App bietet zusätzlich die Einrichtung eines Energiesparkontos an, mit dem wir auch mögliche Energiesparoptionen entdecken können. Zudem bietet sie uns regelmäßig Klimaschutznews an. Die App wird ständig weiterentwickelt und reagiert umgehend auf Kritik der Nutzer.

Die Energiecheck-App ist kostenlos verfügbar für iOS und Android.

Energiebewusst reisen, Ausgleich spenden

Die App „Klima-Kollekte“ möchte uns auf zwei Wegen animieren, klimaschonender zu reisen. Zum einen bietet sie einen CO2-Rechner, mit dem wir sekundenschnell den CO2-Ausstoß für unsere Reisen ausrechnen können. Im zweiten Schritt bietet die App uns CO2-neutralere Reise-Alternativen an und die Option, unsere CO2-Emission in Form einer Spende bzw. Kompensationsbetrags für ausgewählte Klimaschutz-Projekte zu spenden.

Empfänger sind Umwelt- und Armutsbekämpfungs-Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländer, welche – das ist auf der Website der App nachzulesen. Ein Test des CO2-Rechners ergab: Einen Urlaubs-Flug Düsseldorf-Athen und zurück erzeugt demnach eine CO2-Emmision von 1132 kg und damit eine Kompensationsabgabe von rund 26 Euro.

Die Gesellschafter der App sind u.a. die evangelische Kirche und der deutsche Caritasverband. Die „Klima-Kollekte“ ist kostenlos verfügbar für iOS und Android.


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