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Monika Olszewski
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Schluss, aus, vorbei: Ende für Windows 7 und das bedeutet Gefahr

  • Rund 500 Millionen Rechner betroffen - der Betriebssystem-Klassiker läuft immer noch auf jedem 4. Rechner.
  • Das letzte Sicherheits-Update wird am 14. Januar 2020 ausgeliefert
  • Das Betriebssystem ist weiter funktionsfähig, kann aber immer stärker zum Einfallstor für Hacker und Viren werden.


Weiternutzung ja, Sicherheit Nein

Einen schwarzen Bildschirm müssen wir als möglicher „Noch-Windows 7-Nutzer“ nicht befürchten. Auch nach dem offiziellen Ende des Supports am 14. Januar 2020 wird unser PC weiterhin funktionsfähig bleiben. Allerdings wird uns fortan ein Pop-Up-Fenster regelmäßig daran erinnern, dass wir auf Windows 10 wechseln sollen. Denn die Nutzung des alten Systems wird gefährlich: Mit der Einstellung des Supports bekommen wir keine Updates mehr für das Betriebssystem, sprich Microsoft reagiert nicht mehr auf neu entdeckte Sicherheitslücken.

Zur Einordnung: Allein 2019 wurden 250 Sicherheitslücken bei Windows 7 entdeckt. Kriminelle haben dann einen fast ungebremsten Zugriff auf unseren PC und können dort Schadsoftware installieren. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt deswegen, „möglichst schnell auf andere aktuelle Betriebssysteme umzusteigen“.

Das sind die Windows-Alternativen

Die praktischste Variante ist der Wechsel auf eines der neueren Systeme von Microsoft. Zur Verfügung stehen das etwas in Vergessenheit geratene Windows 8 - nach einem größeren Update wird es jetzt unter Windows 8.1 geführt - oder Windows 10.

Allerdings hat der Wechsel zu Windows 8.1 zwei Haken: Zum einen wird Windows 8.1 auch nur noch bis zum 10. Januar 2023 supported und der Wechsel kostet Geld. Aber auch Windows 10 ist nicht bedenkenlos zu empfehlen: Gerade bei älteren PCs kann das Problem auftauchen, dass andere, ebenfalls ältere Programme nicht kompatibel sind. Der PC kann zudem langsamer werden, da Windows 10 höhere Anforderungen an das Gerät stellt als Windows 7.

Ein Leben ohne Windows?

Eine krasse Alternative ist der Ausstieg aus Windows und der Wechsel zum freien Betriebssystem Linux. Das bedeutet aber, dass wir uns mit einem ganz neuen System inklusive einer anderen Benutzeroberfläche vertraut machen müssen. Nach vielen Updates und Weiterentwicklungen gilt Linux zwar mittlerweile auch als benutzerfreundlich und unterstützt viele unter Windows gerne genutzte Programme. Trotzdem müssen wir nach der Umstellung mit einer Einarbeitungszeit rechnen.

Upgrade oder Neuinstallation - das ist hier die Frage

Beim Verbleib in der Windows-Welt müssen wir die nächste Entscheidung treffen: Zur Wahl steht upgraden auf Windows 10 oder ersetzen durch Neuinstallation. Für alle Varianten gilt vorher unbedingt, dass wir ein Backup unserer Daten machen. Am einfachsten ist sicherlich das Upgrade, weil alle Programme, Daten und Einstellungen übernommen werden. Vor dem Upgrade - so der einstimmige Rat von Experten - sollten wir aber alle alten Treiber aktualisieren und vorhandene Virenscanner deaktivieren, Windows 10 hat einen eigenen an Bord. Praktische Tipps zum Upgrade hat die Stiftung Warentest zusammengestellt.

Eine Neuinstallation ist hingegen der sauberste Weg. Es bleiben keine Reste mehr vom alten Programm und wir starten mit einem „frischen“ Betriebssystem.

Die Kosten?

Als Microsoft vor vier Jahren Windows 10 präsentierte, wurde uns Nutzern auch gleichzeitig ein kostenloses Update angeboten. Die Frist für dieses Update ist allerdings schon lange abgelaufen. Trotzdem soll - so berichten es verschiedene Computermagazine - ein kostenloser Wechsel weiter möglich sein. Dafür müssen wir uns für das Update nur den „Windows 10 Update Assistenten“ runterladen bzw. für die Neuinstallation das „Media Creation Tool“ (beide Tools stehen kostenlos zur Verfügung).

Datenschutz bitte

Microsoft erntete bei der Veröffentlichung von Windows 10 vor vier Jahren sehr viel Kritik für seinen Datenhunger – besonders auch von den Verbraucherzentralen. Ab den Updates von 2017 aufwärts wurde die Situation aber sukzessive besser, u.a. weil Microsoft jetzt den Kunden ermöglicht, die Datensammelwut einzugrenzen. Die Verbraucherzentralen bieten auf ihrer Website eine umfangreiche Schritt für Schritt-Anleitung an (bezogen auf Version 1909, Stand Januar 2020), wie wir die Datenschutz-Einstellungsoptionen so nutzen, dass das System nur die nötigsten Daten sammelt.


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