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Aaron Knipper
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impfpass-impfung
Mehr Freiheit dank QR-Code

CovPass-App - Der Impfausweis fürs Smartphone

Gelber Impfpass mit Mundschutz

17. Mai 2021

  • Einzelne Modell-Projekte für den digitalen Impfpass laufen schon in Deutschland
  • Die Corona-App soll auch als Impfbeleg dienen können
  • Ein QR-Code soll den entspannten Weg in den Urlaub frei machen.

Digitaler Impfnachweis schon in 14 Tagen?

Sie ist als ein weiterer Schritt in eine Normalität mit Corona geplant – die CovPass-App. Mit ihr können wir zukünftig digital nachweisen, dass wir vollständig geimpft oder von Corona genesen sind. Die App soll nach unterschiedlichen Medienangaben Ende Mai/Anfang Juni fertig sein. Auf der die App begleitenden Website des Robert Koch Instituts - kurz RKI -  heißt es allerdings eher etwas schwammig: „Die App ist bald verfügbar.“ Derweil laufen schon verschiedene Pilotprojekte zum digitalen Impfpass in Thüringen, Brandenburg und Bayern. Im oberbayerischen Altötting bekommen die Bürger:innen nach der zweiten Impfung eine weiße Impfkarte mit den Infos zur Impfung, einem Foto und einem QR-Code, um die Infos auch aufs Smartphone übertragen zu können.

Der Schlüssel zur neuen Freiheit – ein QR-Code

Die CovPass-App soll denkbar einfach funktionieren. Zunächst müssen wir unsere Impfung bzw. unsere überstandene Corona-Erkrankung in die App übertragen. Das funktioniert über einen QR-Code. Diesen finden wir im Impfzertifikat, dass uns vom Impfzentrum oder von der Praxis ausgestellt wird, die uns geimpft hat. Bereits Geimpften soll der QR-Code nachgeschickt werden. Genesene werden voraussichtlich auch über ihren Hausarzt einen entsprechen QR-Code erhalten. Ist die App entsprechend „geladen“, können wir mit ihr bei Reisen oder Veranstaltungen unsere komplette Impfung oder das Überstehen von Corona nachweisen. Das funktioniert dann auch über einen scanbaren Code, den die App ausspielt.

Alle Infos in einem Code

Dieser über die App auslesbare QR-Code soll alle wichtigen Daten verschlüsselt beinhalten. Dazu gehören neben Namen, Geburtsdatum und der Ausweisnummer auch die Impfstelle, die Imfpcharge und das Datum der Impfung. Bei genesenen Personen wird das Ergebnis eines PCR-Tests gespeichert. Auf der Website des RKIs wird dazu betont, dass diese persönlichen Daten nur lokal gespeichert werden. Sie sind also nur auf unserem Smartphone hinterlegt. Zudem wird dort erläutert, dass der vorweisbare QR-Code „nur den Minimalsatz nach den EU-Angaben enthalten“ werde. Das RKI verspricht zudem für die App Fälschungssicherheit.

Und die Corona-Warn-App?

Die Funktions-Palette der Corona-Warn-App soll zukünftig auch entsprechend erweitert werden und einen QR-Code für vollständig Geimpfte und Genesene vorzeigen können. Allerdings gibt es für die Umsetzung noch kein konkretes Datum. Derweil bietet ein frisches Update seit Ende letzter Woche aber das Erstellen von Schnelltest-Profilen. Wie es im Blog zur App nachzulesen ist, geben wir dafür unsere persönlichen Daten in der App ein. Sie generiert daraufhin einen QR-Code, den wir bei zukünftigen Schnelltests nur vorzeigen müssen, um so schneller einchecken zu können.  

Der gelbe Impf-Ausweis bleibt wichtig, aber…

Bis die App startet, dient der klassische gelbe Impfpass weiterhin als Nachweis für unsere Impfungen. Aber auch nach dem Relaunch der App wird empfohlen, ihn immer mitzuführen. Ein Mitarbeiter einer Kartenausgabe im Modellort Altötting bestätigte gegenüber tageschau.de: „Wir raten Urlaubern, auch den gelben Impfpass aus Papier mit ins Auto zu packen.“  Derweil mehren sich aber die Nachrichten über gefälschte Impfpässe. Sie sollen im Internet für 100 Euro und mehr angeboten werden. Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach fordert deswegen schon härtere Strafen für das Fälschen von Impfausweisen und will entsprechende Pläne beim nächsten Justizministertreffen ansprechen.

Eine Reisepass-App der Fluggesellschaften

Knapp 20 Fluggesellschaften haben im April auch schon eine eigene App zum Nachweis von Corona-Tests und -Impfungen veröffentlicht. Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) hatte die App programmieren und nach eigenen Angaben mit Piloten der British Airways-Tochter IAG  testen lassen. Die Fluggesellschaften Etihad und Emirates haben zudem angekündigt, die App kurzfristig auf einzelnen Flügen zu testen. Im mobilen Apple-Store kommt die App allerdings mit einer Bewertung von 1,0 sehr schlecht weg. Ein User schreibt am 30. April „Not working with German Passports“ und die lapidare Antwort der Entwickler lautet „We understand that you are disappointed.”


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