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Mit Alexa in die Welt – Von smarten Brillen, Ringen und Kopfhörern

Amazon Alexa

„Alexa, öffne Radio Gütersloh“ – das ist der Befehl, der uns vielerorts schon in Fleisch und Blut übergegangen ist. Smart Speaker - und da besonders die Modelle von Amazon - haben seit ihrem deutschen Marktstart im Herbst 2016 ein rasantes Wachstum hingelegt. Die akustischen Lebensbegleiter sollen - allen Datenschutz-Bedenken und Abhör- bzw. Lausch-Berichten zum Trotz - in rund neun Millionen Haushalten stehen, bis zum Ende diesen Jahres wird ein Wachstum auf fast 12 Millionen Geräte erwartet. Weltweit dominiert Amazon den Markt auch mit nach eigenen Angaben von über 100 Millionen Geräten. Doch offensichtlich reicht dem Konzern diese Entwicklung nicht, er möchte stärker in unser Leben eindringen und dabei raus aus unseren vier Wänden. Dazu hat Amazon jetzt einige neue, zum Teil überraschende Gadgets vorgestellt. Alexa überall? Wir stellen vor, wo wir demnächst mit Alexa kommunizieren können und was das dann auch mit Hollywoodstar Samuel L. Jackson zu tun haben könnte.

Echo Buds - Auf die Ohren

Wer Bahn fährt oder durch deutsche Innenstädte geht, sieht sie immer wieder – die meist weißen, kabellosen Kopfhörer. Doch Apple und Co. bekommen zukünftig Konkurrenz von Amazon. Mit den „Echo Buds“ genannten kabellosen Kopfhörern will auch Amazon den Sprung in die mobile Nutzung seiner Kunden schaffen. Die Geräte sind etwas klobiger als die Apple AirPods, arbeiten mit Bose-Technik bei der Reduzierung von Nebengeräuschen und sollen rund 5 Stunden mit einer Akkuladung laufen. Wie von der Konkurrenz bekannt, werden auch die „Echo Buds“ unterwegs in einem Case aufgeladen und haben damit Saft für weitere 15 Stunden Betrieb. Für rund 130 Dollar können die Kopfhörer bislang nur in den USA vorbestellt werden und sind damit preiswerter als z.B. die AirPods von Apple.

Echo Frames - Vor die Augen

Wenn euch demnächst jemand entgegen kommt, der mit seiner Brille spricht, dann hat er vielleicht die neue „Echo Frames“ auf. Diese Brille ist eine Art öffentliches Verkaufs-Experiment von Amazon. Unter der Bezeichnung „Day 1 Editions“ bietet der Konzern Gadgets in limitierter Auflage an und checkt somit Markt-Interesse und -Tauglichkeit. Die Brille ist eines dieser Produkte: Mit Mikros und Lautsprechern ausgerüstet, können wir über sie mit Alexa kommunizieren und auch telefonieren. Allerdings funktioniert die Brille nur mit Android-Smartphones. In den USA kostet die Brille rund 180 Dollar.

Echo Loop - An den Finger

Den gleichen Weg geht auch der „Echo Loop“ – ein smarter Ring. Er stattet unseren Ringfinger mit Mikrofon und Lautsprecher aus, letzterer ist gerade mal 5x2 Millimeter groß. Auf Knopfdruck können wir den Ring aktivieren, um anschließend - ähnlich wie bei „Echo Frames“ - mit Alexa zu kommunizieren oder zu telefonieren. Werden wir angerufen, vibriert der schwarze Titanring, der auch Wasser geschützt sein soll. Allerdings bleibt abzuwarten, ob das Bild eines Menschen, der mit seinem Finger spricht, dem ein oder anderen Nutzer etwas zu spooky ist. Unklar ist (bislang) auch, ob wir in Deutschland überhaupt die Gelegenheit bekommen, die Produkte der „Day 1 Edition“ testen zu können.

Alexa-Sprachbefehle - Für die Sicherheit

Die Strategie hinter den neuen Produkten ist klar – Amazon möchte mehr über unsere Aktivitäten außerhalb unserer Wohnungen und Häuser wissen. Mit Brille, Kopfhörer und Ring kann uns der Konzern in Zukunft auch unterwegs folgen und fleißig Daten sammeln. Um uns Nutzer aber gleichzeitig „zu beruhigen“ – sicherlich vor allem angesichts der Empörung über abgehörte und unfreiwillig aufgezeichnete Gespräche –, kündigte Amazon auch mehr „Kommunikations-Transparenz“ an. So werden für unsere Lautsprecher und die anderen Geräte neue Sprachkommandos  eingeführt: „Alexa, was hast Du gehört“ und „Alexa, warum hast Du das getan“ sollen uns ermöglichen, hinter die Arbeit der Mikrofone zu schauen und zu erfahren, welche Daten wir weitergeben. (Eine umfassende Übersicht von Alexa-Sprachbefehlen - aber auch die anderer Sprachassistenten - findet sich übrigens hier).

Alexa-Stimme - Mit Hollywood reden

Hollywood-Start Samuel L. Jackson, bekannt aus Star Wars-Episode 1 und vielen Quentin Taratino-Filmen - wird die erste Promi-Stimme sein, die die bisherige Alexa-Stimme ersetzt. Ein Dollar muss in den USA zum neuen Feature-Start bezahlt werden, damit sich die Alexa-Nutzer einen Witz oder das Wetter von Jackson sagen lassen können (später soll der Dienst rund 5 Dollar kosten). Dabei können sie auch entscheiden, ob sie eher eine etwas ruppige, rüpelhafte und damit dem Original sehr nahe oder eine weichere, kindgerechte Sprachattitüde bekommen möchten. Möglich macht diese Sprachvariation künstliche Intelligenz, die die Antworten aus bisherigen Sprachaufnahmen Jackson`s generiert. Die schlechte Nachricht für alle deutschen Samuel L. Jackson-Fans: Bislang ist unklar, ob und wann dieser Dienst auch hier buchbar sein wird.


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