Responsive image
 
---
---

«Polizeiruf 110» zwischen Neustart und Abschied

Beim kleinen Bruder des «Tatorts», dem «Polizeiruf 110», passiert in den kommenden Monaten einiges. In München tritt Verena Altenberger an, in Magdeburg Matthias Matschke ab.

Es geht wieder los

Berlin (dpa) - Für manchen ist der «Polizeiruf 110» der bessere «Tatort». Mit der kleineren der beiden ARD-Sonntagskrimireihen geht es am Sonntag (11.8., 20.15 Uhr) nach der Sommerpause wieder los.

Bis Jahresende stehen mehrere neue Fälle an, darunter ein mit Spannung erwarteter Neustart in Bayern. Ein Überblick nach Teams:

Brasch und Köhler, MAGDEBURG: Im Film «Mörderische Dorfgemeinschaft» (11. August) versuchen Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und Kollege Dirk Köhler (Matthias Matschke) herauszufinden, was mit Jurij Rehberg passiert ist, dessen Auto in einem Wald entdeckt wird, mit auffällig viel Blut im Kofferraum. Es stammt von Rehberg, wie der DNA-Abgleich zeigt. Die Einwohner des Dorfes, in dem er lebte, schildern ihn mal als Charmeur, mal als Nichtsnutz. Und von seiner Leiche fehlt jede Spur. Für Matschke ist es der letzte «Polizeiruf» als Ermittler des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR): Er hatte schon im August 2018 angekündigt auszusteigen. Dabei war er erst Ende 2015 als Nachfolger von Sylvester Groth ins Team gekommen. Wenn Matschke weg ist, ermittelt Claudia Michelsen laut MDR erstmal alleine weiter.

Lenski und Raczek, SWIECKO BEI FRANKFURT (ODER): Schon zwei Wochen nach dem Magdeburger Krimi gibt es mit «Heimatliebe» am 25. August einen «Polizeiruf»-Fall des Teams vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), also aus dem deutsch-polnischen Polizeikommissariat in Swiecko bei Frankfurt an der Oder. Darin bekommen es die Kommissare Olga Lenski (Maria Simon) und Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) mit rätselhaften Anschlägen auf einen polnischen Bauernhof zu tun. Steckt der enterbte Bruder des getöteten Landwirts dahinter? In einem weiteren RBB-Fall, der gegen Jahresende kommen soll, geht es um den «Tod einer Journalistin» (Arbeitstitel), die investigativ zu illegalen Machenschaften eines Energiekonzerns recherchierte, der im polnischen Grenzland ein Atomkraftwerk bauen möchte.

Elisabeth Eyckhoff, MÜNCHEN: Nachdem Matthias Brandt sieben Jahre lang und in 15 Filmen als Kommissar Hanns von Meuffels zu sehen war, gibt es einen Neustart des Bayerischen Rundfunks (BR). Bei dessen «Polizeiruf» haben schon viele Schauspielgrößen wie Stefanie Stappenbeck und Jörg Hube, Michaela May und Edgar Selge oder auch Gaby Dohm als ErmittlerInnen mitgespielt. Nun kommt mit der 31-jährigen Verena Altenberger eine besonders junge Darstellerin. Der Name ihrer Figur lautet Elisabeth Eyckhoff. In ihrem ersten Einsatz mit dem Titel «Der Ort, von dem die Wolken kommen» (15. September) geht es um einen verwahrlosten und verwundeten Jungen, der nicht spricht und der Polizei Rätsel aufgibt. Regie führte der zweifache Grimme-Preisträger Florian Schwarz, der auch schon den leichenreichen Wiesbadener «Tatort: Im Schmerz geboren» mit Ulrich Tukur inszenierte. Der zweite Fall mit Eyckhoff, in dem die Ermittlerin in den eigenen Reihen ermitteln muss, soll dann im Winter zu sehen sein. Regie führte dabei der erfahrene «Polizeiruf»- und «Tatort»-Macher Dominik Graf.

Bukow und König, ROSTOCK: Die Suche nach einem Serienmörder steht im Mittelpunkt des Falls «Dunkler Zwilling» (6. Oktober) der Kommissare Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner). Für das Team des Norddeutschen Rundfunks (NDR) ist es der 20. Einsatz. Autor und Regisseur des neuen Films, in dem auch Angela Winkler mitspielt, ist Damir Lukacevic («Transfer»). In dem Krimi wird eine 16-jährige Ausreißerin tot aufgefunden. Die Kommissare stoßen bei ihren Ermittlungen auf 15 Jahre zurückliegende, ungeklärte Mordfälle mit ähnlichem Muster: Die Getötete wurde entstellt, ihre Schuhe liegen auffallend ordentlich neben der Leiche. Als eine dänische Touristin ermordet wird, konzentriert sich der Verdacht bald auf einen Unternehmer, doch es gesteht ein anderer Mann. Zu Recht?