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Volksbank Halle weiter gewachsen

Die Volksbank Halle blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2019. Heute präsentierte sie ihren Geschäftsbericht. Demnach ist die Volksbank Halle weiter gewachsen und weist einen vorläufigen Bilanzgewinn von einer Million Euro aus. Die Bilanzsumme stieg um 7,5 Prozent auf fast 567,7 Million Euro.

 

Pressemeldung Volksbank Halle

Bei der Volksbank Halle/Westf. eG blickt man zufrieden auf das Geschäftsjahr 2019. Die heimische Genossenschaftsbank ist trotz schwieriger Rahmenbedingungen in allen relevanten Geschäftsfeldern weiter gewachsen und weist einen vorläufigen Bilanzgewinn von 1 Million Euro aus. Die anhaltende Investitionsfreude der betreuten Privat- und Firmenkunden führte im Kredit- und Einlagengeschäft zu einem Wachstum von jeweils rund 6 Prozent. Die Bilanzsumme als wesentliche Kenngröße stieg somit zum Jahresende um 7,5 Prozent auf jetzt 567,7 Millionen Euro. Insgesamt betreut die Volksbank Kundengelder in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro.

„2019 war ein anspruchsvolles Jahr für die Volksbank Halle. Die Rahmenbedingungen – allen voran die Folgen der immer extremeren Niedrigzinspolitik – haben sich für die Banken weiter verschlechtert. Zudem hatten wir mit der Umstellung auf eine neue IT ein Großprojekt zu meistern, das viele Mitarbeiter stark eingebunden hat“, so der Vorstandsvorsitzende Rainer Peters. Angesichts dieser Umstände sei das erzielte Ergebnis „als außerordentlich positiv“ zu bewerten. „Unsere Volksbank hat sich einmal mehr als sehr robust und beweglich bewiesen. Mit den umgesetzten Maßnahmen und Investitionen sind wir gut aufgestellt und blicken positiv in die Zukunft.“  

Freude bereitet den Volksbankern die weiterhin hohe Investitionsbereitschaft ihrer Mitglieder und Kunden. „Unser Geschäftsgebiet ist durch den Lückenschluss der A 33 für Gewerbekunden und private Bauherren noch attraktiver geworden“, sagt Vorstand Harald Herkströter. Ein weiterer Treiber sei das erfolgreiche Empfehlungsgeschäft gewesen. Weil darüber hinaus viele Kunden die niedrigen Zinsen für neue Konsumentenkredite in Höhe von 9,4 Mio. Euro genutzt haben, erhöhten sich die Kundenforderungen um 5,9 Prozent auf insgesamt 391,8 Millionen Euro. Insgesamt konnten 1.337 neue Kredite in Höhe von 109 Millionen Euro an Privatkunden und die heimische Wirtschaft vergeben werden. Herkströter: „Wir konnten 224 Familien den Traum vom Eigenheim erfüllen, dazu kommen noch einmal genauso viele Kredite für Renovierungen, womit wir unsere Rolle als Baufinanzierungsexperten festigen konnten.“ Besonders gefragt bleiben Kredite mit langfristiger Zinsbindung von bis zu 30 Jahren, die die Volksbank als Vermittlungspartner im genossenschaftlichen Finanzverbund ermöglicht.  Insgesamt konnten 35,7 Mio. Euro Kreditvolumen an genossenschaftliche Verbundpartner vermittelt werden. Das ist ein Plus von 7,2 Prozent. 

Auf ein sehr arbeitsreiches Geschäftsjahr blickt auch die Firmenkundenabteilung der Volksbank Halle. „Wir haben 220 Unternehmerdialoge geführt und hatten eine starke gewerbliche Neukreditvergabe von 36 Mio. Euro“, sagt Dennis Blomeyer, Prokurist und Leiter der Firmenkundenberatung. Das Fördermittelvolumen für Gewerbe, Landwirtschaft und Wohnungsbau betrug 14,1 Mio. Euro (+13%). Gewachsen ist auch die Zahl der Existenzgründungen, von denen zwölf durch die Bank begleitet wurden. Auf der Anlegerseite sorgte die Zinssituation für zusätzlichen Gesprächsbedarf. Blomeyer: „Aufgrund der im Jahresverlauf weiter verschärften Zinspolitik der EZB mussten wir den Schwellenwert für die Berechnung von Minuszinsen von einer Million Euro auf 500.000 Euro reduzieren. Wir sind mit den betreffenden Kunden in intensiven Gesprächen, um Alternativen bei der Geldanlage zu finden.“ 

Sehr erfolgreich verlief erneut die Zusammenarbeit der Firmenkundenabteilung mit der R+V Versicherung. Blomeyer: „Die betriebliche Altersvorsorge und auch die betriebliche Krankenversicherung gewinnen unter dem Aspekt der Mitarbeiterbindung immer mehr an Bedeutung.“ Auch die Nachfolgeregelung werde für viele Unternehmer immer konkreter, so Blomeyer, dessen Team möglichst frühzeitig als Sparringspartner aktiviert werden sollte. Für 2020 werden starke Investitionen in Digitalisierung und insbesondere in die Energieeffizienz erwartet, da die Fördermittelbedingungen nochmal attraktiver gestaltet worden sind.

Deutlich übertroffen wurden die Planwerte der Bank bei den Kundeneinlagen, die trotz der unbefriedigenden Zinssituation auf 387,4 Millionen Euro gewachsen sind. Das entspricht einem Zuwachs von 6,1 Prozent. „Neben stichtagsbedingtem Wachstum konnten wir auch mit eigenen Anlageprodukten überzeugen, bei denen Fest- und Termingelder mit höher verzinsten Wertpapieren kombiniert wurden“, so Herkströter.  

Änderungen im Anlageverhalten der Kunden bescherten der Volksbank Halle einen neuen Rekord im betreuten Kundendepotvolumen. „2019 legten unsere Kunden soviel Gelder wie nie zuvor in Wertpapieren an“, so Prokurist und Leiter Private Banking, Thomas Stumpe. Mit einem Zuwachs von 21 Mio. Euro auf 148,5 Mio. Euro wurde nur knapp die Marke von 150 Mio. Euro verfehlt. Besonders erfreulich ist für Stumpe die Tatsache, dass immer mehr Kunden ihre Geldanlagen bei der Volksbank Halle konzentrieren. „Das Börsenjahr 2019 hat sich entgegen einer schwachen Erwartungshaltung zu einem der besten der vergangenen 70 Jahre entwickelt und immer mehr Anleger zum Umdenken gebracht“, so Stumpe. Wertpapieranlagen seien für immer mehr Menschen eine Selbstverständlichkeit. Um dieser Nachfrage optimal gerecht zu werden, hat die Bank 2019 einen eigenen Fonds „TeutoRenditeSpezial“ aufgelegt, der bereits drei Monate nach dem Börsengang ein Volumen von 6 Mio. Euro aufweist.

Auch die Immobilientochter der Bank, die IVB Immobilien GmbH, verzeichnet im Geschäftsjahr 2019 Bestmarken: Mit 56 vermittelten Objekten im Wert von 13,8 Millionen Euro konnte der Provisionsumsatz gegenüber dem Vorjahr um 28,8 Prozent gesteigert werden. Prokurist Wolfgang Tiekötter verweist auf eine anhaltend erhöhe Nachfrage. „Neben Wohnraum sind vor allem hochwertige Gewerbeimmobilien gefragt. Weil immer noch zu wenige Neubauten errichtet werden, bleibt Betongold angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen auf lange Sicht eine heiß begehrte Geldanlage.“

Mitglieder, Kunden und Beschäftigte 24.915 Kunden hatten zum Stichtag 31. Dezember ein Produkt bei der Volksbank Halle (plus 180). Von diesen Kunden sind 13.876 Menschen gleichzeitig Mitglied der Genossenschaftsbank (plus 285). Weil die Mitglieder im Geschäftsjahr die Möglichkeit hatten, zusätzliche Geschäftsguthaben zu zeichnen, wuchsen diese auf 8,2 Millionen Euro (plus 31,8 Prozent) an. Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten Mitarbeiter sank von 95 auf 90,5. Nach Köpfen beschäftigt die Bank 100 Mitarbeiter, davon 2 Vorstände, 69 Vollzeitkräfte, 20 Teilzeitkräfte und 9 Auszubildende.

Mit der Umstellung auf ein einheitliches IT-System haben die 875 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland ihre eingeläutete Digitalisierungsoffensive weiter vorangetrieben. „Die Einführung der neuen Banksoftware hat viel Zeit und Kraft gekostet, bietet uns jetzt aber neue Möglichkeiten, von denen unsere Kunden unmittelbar profitieren“, sagt Rainer Peters. Als Beispiele nennt er die Möglichkeit der OnlineTerminvereinbarung, das kontaktlose Bezahlen per Smartphone oder Echtzeitüberweisungen, die allesamt in 2019 eingeführt wurden. 

Kernelement der Geschäftsphilosophie bleibt die hohe Beratungsqualität in den persönlichen Gesprächen mit den Kunden. „Unsere hohen Investitionen in gute Mitarbeiter, moderne Räume und Technik zahlen sich jetzt aus“, sagt Marktbereichsleiter Christoph Wellmeyer.  So konnten mehr als 12.500 Gespräche durch die Berater und rund 68.000 Telefongespräche durch das ServiceTeam der Bank geführt werden. „Die Tendenz geht eindeutig dahin, dass unsere Kunden ausführlicher und ganzheitlicher beraten werden wollen, während sie ihre alltäglichen Bankgeschäfte vermehrt online erledigen“, so Wellmeyer. Die zum Jahresende vollzogene Schließung des SB-Standortes Borgholzhausen Bahnhof sei bei der großen Mehrheit der Kunden auf Verständnis gestoßen.

Nachhaltige Investitionen Nachhaltige Kosten- und Ressourceneinsparungen erwartet die Bank durch die umfangreiche energetische Modernisierung der Hauptstelle, die 2019 mit neuen Fenstern und einer PV-Anlage ausgestattet wurde. Auch bei der Mobilität hat die Bank mit einem neuem Elektro-Bulli und einem Job-Bike-Angebot für Mitarbeiter neue und nachhaltige Wege eingeschlagen.

Mit einem Bilanzgewinn von 1 Million Euro bleibt die Ertragslage auf dem Niveau der Vorjahre. „Wesentlich dazu beigetragen hat die Tatsache, dass wir unseren Betriebsaufwand um rund 400.000 Euro und unsere CostIncome-Ratio auf 69 Prozent reduzieren konnten“, sagt Rainer Peters. Nur durch konsequentes Kostenbewusstsein sei es möglich, dass sich die guten Wachstumszahlen der Bank auch in den Ergebnissen widerspiegeln. 

Spenden und Förderung 65.000 Euro hat die Volksbank Halle im Jahr 2019 für die Förderung von Kultur, Bildung, Sport, Freizeit und soziale Projekte im Geschäftsgebiet bereitgestellt. Die Gelder stammen aus Eigenmitteln sowie den Erlösen der Soziallotterie „Gewinnsparen“. Am Förderprogramm „Gemeinsam stark“ beteiligten sich 39 Vereine, die mit 32.000 Euro unterstützt wurden.

Ausblick „Für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Volksbank Halle ist es wichtig, dass wir den eingeschlagenen Weg von einer filialzentrierten zu einer omnikanalfähigen Bank weiter voranzutreiben und gleichzeitig unsere genossenschaftlichen Grundwerte und die persönliche Nähe zu unseren Kunden und Mitgliedern bewahren“, sagt Rainer Peters. Die betriebswirtschaftliche Hauptaufgabe bleibe dabei die Bewältigung der extremen Zinssituation, deren Ende nicht absehbar sei. „Wir stellen uns diesen Herausforderungen, indem wir unsere Ertragschancen weiter ausbauen, Prozesse optimieren und Vorteile aus der Digitalisierung konsequent nutzen. Auf diese Weise können wir auch zukünftig als selbständige Genossenschaftsbank in Halle, Borgholzhausen, Werther und Dissen erfolgreich sein.“   

 

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