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Klaus Hölscher
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Das bringt der Tag bei der Tour de France

Große Prüfung vor den großen Bergen: Bei der Tour de France steht das einzige Einzelzeitfahren an. Das Profil ist schwierig, die Strecke dafür nicht zu lang.

13. Etappe

Pau (dpa) - Jetzt gilt`s im Kampf gegen die Uhr. Tony Martin will noch einmal einen Etappensieg, für Emanuel Buchmann geht es vor zwei schweren Bergankünften um wichtige Sekunden und seine Ausgangslage im Gesamtklassement.

Die 27,2 Kilometer rund um Pau sind bei der 106. Tour de France die einzigen Einzelzeitfahr-Kilometer. Das Mannschaftszeitfahren hatte am Auftakt-Wochenende Martins Jumbo-Visma-Team klar für sich entschieden.

ETAPPE: Das Zeitfahren ist in diesem Jahr etwas kürzer gehalten, dafür vor allem in der ersten Hälfte sehr anspruchsvoll. Wenn der 34 Jahre alte Martin die kurzen Anstiege bewältigt, sollte er auf der weitgehend flachen zweiten Hälfte eine Chance haben. Sein letzter  Einzelsieg bei der Tour datiert allerdings schon aus dem Jahr 2015.

FAVORITEN: Ausgerechnet am Tag vor dem Zeitfahren ist einer der größten Favoriten aus der Tour ausgestiegen. Der australische Weltmeister Rohan Dennis wird heute nicht mehr antreten. Umso mehr dürfte sich nun alles auf Tour-Titelverteidiger Geraint Thomas konzentrieren, der im anspruchsvollen Kampf gegen die Uhr als Favorit gilt. Auch Jakob Fuglsang ist einiges zuzutrauen.

DAS GELBE TRIKOT: Gelb-Träger und Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe hat ein Polster von 1:12 Minuten auf Thomas. Das sollte auf der kurzen Strecke rund um Pau eigentlich genügen, um das Maillot Jaune einen weiteren Tag zu verteidigen und damit auch in die Tourmalet-Etappe am Samstag zu ziehen. Thomas und Teamkollege Egan  Bernal dürften das Polster des 27 Jahre alten Franzosen aber schon merklich reduzieren.

DEUTSCHE: Tempomaschine Martin kämpft nach bisher fünf Tagessiegen bei der Tour noch einmal um den großen Wurf, die deutsche Hoffnung Buchmann will sich ähnlich wie beim Criterium du Dauphiné ordentlich präsentieren. Bei der Tour-Generalprobe hatte der 26-Jährige Rang fünf im Kampf gegen die Uhr belegt - damit wäre er sicher auch beim  Zeitfahren in Pau zufrieden.