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Degenfechterin Ndolo scheitert im WM-Achtelfinale

Der Traum von einer WM-Medaille in Budapest ist für Degenfechterin Alexandra Ndolo im Achtelfinale geplatzt.

Niederlage

Budapest (dpa) - Alexandra Ndolo packte enttäuscht ihre Tasche, schnappte sich ihren Degen und verließ eilig und wortlos die große Haupthalle der Fecht-WM in Budapest.

Nach einer starken Leistung gegen Italiens Weltmeisterin Mara Navarria platzte der Medaillentraum der 32 Jahre alten EM-Dritten eine Runde später im Achtelfinale. Ndolo unterlag Lis Rottler-Fautsch aus Luxemburg mit 12:15.

«Sie hatte eine gute Chance, unter die besten Acht zu kommen, sie ist aber nicht gut in das Gefecht gekommen», sagte Sportdirektor Sven Ressel der Deutschen Presse-Agentur. «Sie hat verdient verloren, aber sie hat einen riesen Wettkampf gezeigt. Umso trauriger sind wir, dass es am Ende nicht gereicht hat.»

Ndolo war die einzige deutsche Degenfechterin in der Hauptrunde. Ihre drei Teamkolleginnen Alexandra Ehler, Ricarda Multerer und Beate Christmann hatten es nicht durch die Vorrunde geschafft. «Alex hat ihr Ding gemacht», befand Ressel. Am Samstag startet für das Degen-Quartett der auch für die Olympia-Qualifikation wichtige Team-Wettbewerb mit der Vorrunde.

Im Einzel schien Ndolos erneuter Durchmarsch lange möglich. Bei der Heim-EM in Düsseldorf hatte die Degenspezialistin gemeinsam mit Säbelfechter Max Hartung, der ebenfalls Bronze gewann, für eine mehr oder weniger zufriedenstellende deutsche Bilanz im Einzel gesorgt. Ihr erstes Gefecht der Hauptrunde hatte Ndolo am Donnerstagmorgen mit 15:7 gegen die Ukrainerin Dschoan Fejbi Beschura gewonnen, dann folgte der Coup gegen Navarria.

«Sie war in ihren ersten beiden Gefechten sehr stabil», sagte Damendegen-Bundestrainer Dominik Csobo: «Leider hat sie es dann nicht geschafft. Die Gegnerin hatte einen super Tag und hat unsere Fehler gut genutzt. Unter die ersten 16 zu kommen, ist nicht so schlecht. Aber natürlich ist es schade, dass es nicht mehr geworden ist.»