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Verkehrszählung: Bürgerinitiative Pro Ortsumgehung stellt Forderungen

In Gütersloh-Friedrichsdorf fordert eine Bürgerinitiative seit Jahren eine Ortsumgehung. Sie begrüßt es, dass die Stadt im Frühjahr den Verkehr in dem Ortsteil zählen will. Dazu hat die Initiative Forderungen präsentiert, die die Stadt berücksichtigen müsse. Sonst will die Friedrichsdorfer Bürgerinitiative Pro Ortsumgehung die Verkehrszählung nicht anerkennen. Sie nennt zum Beispiel Orte, an denen gezählt werden soll.

Brief der Bürgerinitiative Pro Ortsumgehung unter anderem an die Stadt Gütersloh, das Verkehrsministerium NRW und den Landrat"

"Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Bürgerinitiative PRO Ortsumgehung Friedrichsdorf begrüßt die für das Frühjahr 2020 angekündigte Verkehrszählung in Friedrichsdorf. Wir danken der Stadt Gütersloh für diese Initiative und den damit verbundenen Einsatz.

Die Verkehrssituation in Friedrichsdorf verschärft sich weiter. Um den überlasteten Kreuzungsbereich der Landesstraßen L788/L791 in der Ortsmitte zu umgehen, suchen sich die Verkehrsströme des Durchgangsverkehrs im Ort zunehmend neue Ausweichrouten. Besonders betroffen ist das verkehrsberuhigte Wohngebiet westlich der Friedrichsdorfer Ortsmitte, für das generell ein Tempolimit von 30 km/h gilt. Hier handelt es sich um Kommunalstraßen, ausgestattet mit Fahrbahnverengungen, Baumtoren, auf den Fahrbahnen markierten Pkw Parkflächen und teilweise mit Bremsschwellen. 

Für eine vollständige Erfassung der Verkehrssituation in Friedrichsdorf ist es daher unabdingbar, dass der gesamte reale Verkehr im Ort vollständig in der Zählung erfasst wird. Dies schließt neben den beiden den Ort durchkreuzenden Landesstrassen auch die Kreis- und Kommunalstraßen mit ein. 

Gerade mit Blick auf die sich zunehmend auch auf Nebenstrecken verteilenden Durchgangsverkehre muss eine sinnvolle und aussagefähige Verkehrszählung aus unserer Sicht folgende Anforderungen erfüllen: 

  1. Die Verkehrszählung muss den gesamten realen Verkehr im Ort abbilden, und zwar an normalen Werktagen und außerhalb der Schulferien. 2.
  2. Die Zählung muss neben den beiden Landesstraßen L788 und L791 auch die Verkehre auf folgenden Straßen, und zwar in beiden Richtungen, erfassen: a. Am Röhrbach – Fasanenweg b. Zur Großen Heide – Haflinger Straße c. Adlerweg d. Kuckucksweg e. Richard-Wagner-Straße – Johannes-Brahms-Straße
  3. Die Zahlen der Verkehrszählung müssen transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden. Dies beinhaltet insbesondere: a. die Zurverfügungstellung der tatsächlichen Bruttozahlen aus der Zählung ohne vorherige Änderungen oder Anpassungen b. eine Aufschlüsselung der Zahlen nach Durchgangs-, Ziel- und Quellverkehren c. eine vollständige Kenntlichmachung aller nachträglichen Anpassungen und Änderungen der Zahlen, und zwar in absoluter Höhe und mit Begründung

Aufgrund der besonderen Verkehrssituation in Friedrichsdorf haben diese Anforderungen einen signifikanten Einfluss auf die Zählergebnisse und sind daher unabdingbare Voraussetzung für deren Korrektheit und Aussagefähigkeit. 

Vor diesem Hintergrund haben Sie sicher Verständnis dafür, dass die Bürgerinitiative PRO Ortsumgehung Friedrichsdorf bei Nichtberücksichtigung einer oder mehrerer der o.g. Anforderungen die Ergebnisse der Zählung nicht anerkennen kann und wird. 

Wir freuen uns auf die Ergebnisse und stehen für Rückfragen, wie gewohnt, jederzeit gern zur Verfügung."