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Michael Kubica
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Große Flüchtlingsunterkunft in ehemaliger Gütersloher Kaserne

In der ehemaligen Kaserne am Gütersloher Flugplatz entsteht eine große Flüchtlingsunterkunft. Bis zu 1.000 Flüchtlinge will das Land NRW dort unterbringen. Die Bezirksregierung informierte heute die Stadt Gütersloh darüber, dass die Menschen voraussichtlich im Sommer einziehen werden. Die Kosten für den Betrieb der Notunterkunft trägt die Bezirksregierung. In einer ersten Stellungnahme spricht Bürgermeister Norbert Morkes von einer enormen Herausforderung für die Stadt. So sind nach Verwaltungsangaben die Flüchtlingsberatung und das Jugendamt derzeit voll ausgelastet. Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat die Stadt Gütersloh nach eigenen Angaben fast 1.000 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen. Zwei Drittel leben in städtischen Unterkünften, ebenso wie weitere 720 Menschen aus anderen Staaten.

 

Meldung der Stadt Gütersloh

 "Am heutigen Dienstag (24.01.2023) ist Bürgermeister Norbert Morkes von Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling telefonisch darüber informiert worden, dass die Bezirksregierung Detmold in der ehemaligen Kaserne Princess Royal Barracks in Gütersloh eine Notunterkunft für geflüchtete Menschen einrichten wird. Bis zu 1000 Flüchtlinge sollen dort voraussichtlich ab dem Frühsommer untergebracht werden. „Das bedeutet eine enorme Herausforderung für unsere Stadt“, so Norbert Morkes. „Umso wichtiger ist es, dass wir im engen Gespräch mit der Bezirksregierung stehen, um diese Herausforderung meistern zu können.“ 

Die Zahl der geflüchteten Menschen in Gütersloh wird mit Einrichtung der Notunterkunft erheblich ansteigen. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine vor elf Monaten hat die Stadt Gütersloh knapp 1000 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen; rund zwei Drittel von ihnen leben in städtischen Unterkünften, ebenso wie weitere 720 Flüchtlinge aus anderen Staaten. Zirka 350 Geflüchtete sind aktuell nach Informationen der Stadt in den ehemaligen Briten-Häusern an der Englischen Straße untergebracht, wo die Bezirksregierung seit November eine Unterbringungseinrichtung mit perspektivischer Kapazität für 500 Plätze betreibt.

„Eine Notunterkunft in der Größenordnung, wie sie die Bezirksregierung heute genannt hat, bedeutet immense Aufgaben für die soziale Infrastruktur in Gütersloh“, macht der städtische Sozialdezernent Henning Matthes deutlich. Flüchtlingsberatung und Jugendamt seien bereits voll ausgelastet. Viele Geflüchtete suchen bei der Stadt Beratung und Begleitung. Unbegleitete Minderjährige muss die Stadt aufnehmen und betreuen. „Unter anderem wird mit dem Land zu klären sein, wie die Betreuung schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher gestaltet werden kann, denn“, so Matthes, „unsere Schulen sind voll.“ Auch er bekräftigt: „Wir haben ein hohes Interesse daran, mit der Bezirksregierung im Austausch zu bleiben.“

Die Kosten für den Betrieb der neuen Notunterkunft trägt die Bezirksregierung. Die ehemalige Kaserne Princess Royal Barracks an der Marienfelder Straße ist im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Am 16. Dezember 2022 nahmen Vertreter der Bezirksregierung das ehemalige Flugplatzgelände auf eine mögliche Eignung als Notunterkunft hin in Augenschein. Vertreter der BImA sowie der Stadt, darunter Bürgermeister Norbert Morkes, nahmen an dem Ortstermin teil. Am 5. Januar 2023 bat Morkes in einem Schreiben an Regierungspräsidentin Bölling um Informationen zum Stand der Überlegungen. Die Reaktion erfolgte mit dem heutigen Telefonanruf. Die Landesnotunterkunft wird Anfang kommender Woche nun auch Thema bei einem Treffen von Bürgermeister Morkes mit Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW, in Düsseldorf sein. Mit Bezug darauf, dass zuletzt auch das Gelände der ehemaligen Kaserne Mansergh Barracks an der Verler Straße von der Bezirksregierung für eine Flüchtlingsunterbringung geprüft worden war, hält Morkes fest: „Unsere Planungen für das künftige Mansergh Quartier können jetzt weitergehen. Und was unsere Pläne für das interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet auf dem Flugplatzgelände angeht: Ich gehe davon aus, dass die Einrichtung der Notunterkunft keine negativen Auswirkungen auf die Realisierung haben wird. Unsere gerade vorgestellten Pläne für den nördlichen Teil bleiben davon unberührt.“"

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