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Kai Below
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Corona-Ausbruch bei Tönnies: Quarantänen dauern im Kreis Gütersloh an

Noch 215 Menschen im Kreis Gütersloh mit dem Corona-Virus infiziert

Presseinformation des Kreises Gütersloh:

Corona: Quarantänen dauern an

Infektionsschutz bislang erfolgreich

Gütersloh. Quarantäne ist kein Vergnügen – nicht für diejenigen, die in Quarantäne geschickt wurden, noch für die, die immer wieder Menschen in Quarantäne schicken müssen. Ein konsequentes Kontaktpersonenmanagement ist aber der einzige Weg, die Infektionsketten in einem Ausbruchsgeschehen zu kappen. Disziplin des Einzelnen schützt hier die gesamte Gesellschaft. Dazu Krisenstableiter Wilhelm Gröver, der jetzt Dezernent Frank Scheffer nach vier Wochen Krisenstableitung abgelöst hat: „Dass das Management des Kreises Gütersloh bislang erfolgreich war, zeigt vor allem, dass die Ziele im Infektionsmanagement erreicht wurden: Es gibt kaum Bewegungen des Coronavirus‘ aus den Ursprungskreisen rund um Tönnies in die übrige Gesellschaft, beispielsweise in Altenpflegeeinrichtungen hinein, was besonders dramatisch gewesen wäre. Das Überspringen des Virus‘ konnte erfolgreich unterbunden werden, durch die Vorratsquarantäne. Des Weiteren ist es gelungen, die Zahl der Neuinfektionen so gering zu halten, dass es nicht zur Überlastung der regionalen Hospitäler gekommen ist. Und: es hat in der ganzen Zeit seit dem Tönnies-Ausbruch nicht einen einzigen Corona-Sterbefall zu beklagen gegeben.“

In der aktuellen Phase des Ausbruchsgeschehens (heute 215 aktive Fälle bekannt) ist es erforderlich, konsequent die Infizierten von den Nicht-Infizierten zu trennen. Denn nur so lässt sich vermeiden, dass immer neue Familienmitglieder oder Wohngemeinschaftsmitglieder angesteckt werden. Dazu hat der Kreis Gütersloh die Häuser an der Töpferstraße zur Verfügung gestellt. Nachdem eine infizierte Person dorthin umzieht, können die verbliebenen Kontaktpersonen nach Ablauf von 14 Tagen sicher sein, dass sie nicht infiziert wurden. Für die Verbliebenen sind das weitere 14 Tage Quarantäne – kein Vergnügen aber das Mittel der Wahl die Infektionen sicher zu beenden.

Aufgrund der unzulänglichen Adresslisten von Tönnies-Mitarbeitern, die den Behörden während der Pandemie zur Verfügung standen, ist es zu vielen Misslichkeiten gekommen: Manche Häuserblocks mit zwanzig Wohnungen haben ein und dieselbe Adresse. Es war zunächst nicht klar, welche Personen den Tönnies-Kreisen zuzurechnen sind. Vorratsquarantäne gilt in diesem Fall für die gesamte Adresse – eine Sicherheitsmaßnahme, weil es im Infektionsgeschehen immer auch um Zeit geht. Gemeinsam machen sich nun die Ordnungsämter der Kommunen und der Kreis Gütersloh daran, die Listen zu bereinigen, Quarantänen dort zu verkürzen, wo dies mit dem Infektionsschutzgesetz vereinbar ist. Immer wieder müssen die Behörden positiv Getestete von den negativ getesteten Menschen trennen.

Das Robert-Koch-Institut gibt als Grenzwert für einen Lockdown 50 Neuinfektionen pro 100.000 Bewohner in sieben Tagen an. Auch deshalb, weil ein normal ausgestattetes Gesundheitsamt das Kontaktpersonenmanagement bei 50 Fällen so gerade noch stemmen kann. Im Tönnies-Ausbruch lag diese Inzidenzzahl über 300. „Eine Mammutaufgabe. Dass angesichts der Dimension des Ausbruchs keine weiteren Toten und wenig Intensivpatienten zu beklagen sind, dafür dürfen wir dankbar sein“, sagt Wilhelm Gröver in seiner Funktion als Krisenstabsleiter.

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