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Philipp Bernstein
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Armin Laschet: Vorerst kein Lockdown im Kreis Gütersloh

Hier steigt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach der Krisensitzung mit dem Kreis zurück in den Hubschrauber.

Im Kreis Gütersloh gibt es vorerst keinen neuen Lockdown. Armin Laschet begründete die Entscheidung damit, dass das Coronavirus bislang von den infizierten Tönnies-Mitarbeitern nicht auf die Bevölkerung übergesprungen sei. Der Ministerpräsident schloß aber nicht aus, dass es noch zu einem Lockdown kommt. 

Laschet nannte als ein großes Problem die dezentrale Unterbringung der Tönnies-Mitarbeiter. In Coesfeld habe es zentrale Unterkünfte gegeben. Im Kreis Gütersloh ist die Rede von 1300 Adressen. So lange das Virus nicht überspringe, könne man andere zielbringende Maßnahmen ergreifen. 

Für Armin Laschet ist jetzt entscheidend, dass die Testungen schnell ausgewertet werden – die Testungen seien der Schlüssel zum Erfolg. Man werde alles aufbieten, damit es schneller ginge.

Laschet betonte, dass am heutigen Sonntag fast alle Testungen abgeschlossen seien – dank der Unterstützung der Bundeswehr und des Roten Kreuzes.

Man werde jetzt die Kontaktnachverfolgung durchführen – auch hier gebe es Unterstützung vom DRK, Malteser Bundeswehr etc. - auch aus dem Rheinland kommen Kräfte in den Kreis Gütersloh, um zu unterstützen.

Laschet erklärte: Der erste Schritt sei jetzt: Testen – der zweite Schritt sei, die Quarantäne durchzusetzen. Um die Quarantäneregeln durchzusetzen, sind Ordnungsamt und Polizei im Einsatz. 

Laschet wirbt um Verständnis für Situation der Werkvertragsmitarbeiter. Dolmetscher sollen den Betroffenen jetzt die Situation erklären und ihnen auch erklären, warum sie nicht in ihre Heimländer zurückfahren sollen. Alle, die krank sind oder werden, werden bestmöglich versorgt.

Das Unternehmen Tönnies, die Malteser etc. helfen den Tönnies-Mitarbeitern mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Das Land NRW will außerdem prüfen, ob es bei Tönnies Verstöße gegen Arbeitsschutz und Hygieneregeln gegeben hat. Laschet sieht die Bereitschaft von Tönnies daran mitzuwirken. 

Durch Studien soll außerdem der Hauptgrund gefunden werden, was der Hauptgrund dafür ist, dass das Virus sich in dem Werk so ausbreiten konnte.
Laschet sagte weiter: Wir haben den Konsens, dass sich an Situation der Werkvertragsmitarbeiter etwas ändern muss. Dazu lägen bereits Vorschläge von Arbeitsminister Heil auf dem Tisch.

Laschet spricht von einer Mammutaufgabe. Aber er habe nach den Gesprächen mit dem Krisenstab und allen Beteiligten den Eindruck, dass alle gewillt seien, daran mitzuwirken. 

Am Ende appellierte Armin Laschet an alle Menschen im Kreis Gütersloh: „Halten Sie die Hygieneregeln ein. Halten Sie Abstand, tragen Sie die Masken und vermeiden Sie Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern. 

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