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Die aktuellen Infos

Coronavirus im Kreis Gütersloh - Seite 467 von 574


Infos und Zahlen für den Kreis Gütersloh


Unser Archiv an Nachrichten zum Coronavirus

Fast 1.230 aktive Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh

Bei uns im Kreis Gütersloh sind aktuell (Stand: 23. Juni, 0 Uhr) 1.228 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind 1.201 Menschen in Quarantäne. 21 Patienten werden stationär in den vier Krankenhäusern im Kreis Gütersloh behandelt. Auf der Intensivstation liegen unverändert sechs Covid19-Patienten, zwei von ihnen werden beatmet.

Der Kreis Gütersloh weist darauf hin, dass in der Datenbank noch nicht alle Befunde aus der Reihentestung bei Tönnies erfasst sind. Die Reihentestung ist seit vergangenem Samstag (20. Juni) abgeschlossen. Auch die Befunde der Test in den Wohnungen der Tönnies-Beschäftigten, die vergangenen Samstag gestartet sind, kommen jetzt nach und nach in die Datenbank, schreibt die Kreisverwaltung.

Der Kreis wies daraufhin, dass in der veröffentlichten Statistik vorerst nicht mehr nach Tönnies-Mitarbeitern und Personen ohne Bezug zu dem Schlachtbetrieb unterschieden werde. Es sei zu Doppelzählungen in den Wohnungen und auf dem Werksgelände gekommen.

 

Kommune:

Bestätigte Fälle aktuell

Bestätigte Fälle Vortag

Todesfälle

 

Borgholzhausen

27

27

0

 

Gütersloh

504

454

2

 

Halle (Westf.)

52

52

5

 

Harsewinkel

99

96

1

 

Herzebrock-Clarholz

98

81

0

 

Langenberg

64

53

0

 

Rheda-Wiedenbrück

713

575

0

 

Rietberg

131

110

1

 

Schloß Holte-Stukenbrock

38

38

1

 

Steinhagen

60

59

8

 

Verl

86

86

0

 

Versmold

44

44

0

 

Werther (Westf.)

21

21

3

 

Summe

1952

1696

21

 

Davon genesen

703

685

 

 

 

 

 

 

 

Tönnies reagiert und will Werkverträge in "Kernbereichen" zum Ende des Jahres abschaffen

Das Fleischunternehmen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gerät wegen des massenhaften Corona-Ausbruchs immer weiter unter Druck. Die örtlichen Fridays for Future und Parents for Future Gruppen haben einen Petition gegen den Konzern gestartet,
Sie fordern den Rücktritt von Clemens Tönnies und mehr als 26.000 Menschen (Stand: 23. Juni, 16:30 Uhr) haben auch schon unterschrieben. Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Gütersloh, Elvan Korkmaz-Emre, nennt Clemens Tönnies‘ Auftreten „scheinheilig“.

Die ganze Region müsse nun die schweren Folgen der menschenverachtenden Praxis in den Schlachtbetrieben tragen. Mit Geld sei das alles kaum aufzuwiegen. Der Caritasverband im Kreis Gütersloh wirft dem Konzern „höchste Fahrlässigkeit“ vor.

Tönnies will Taten folgen lassen

Tönnies reagiert auf die massive Kritik an der großen Zahl an Werksangestellten. Bis Ende 2020 sollen alle Werkverträge «in allen Kernbereichen der Fleischgewinnung» abgeschafft und die Mitarbeiter in der Tönnies-Unternehmensgruppe eingestellt werden. Das teilte Tönnies heute mit. Der Konzern reagierte damit auf die Kritik an dem System, mit Werkverträgen die Lohnkosten zu drücken. Der Tönnies-Konkurrent Westfleisch hatte kurz vorher angekündigt, bis Ende des Jahres alle Mitarbeiter selbst einzustellen und auf Werkvertragsanbieter zu verzichten.

 

Corona-Ausbruch bei Tönnies: Auch Kreis Warendorf jetzt wieder im Lockdown

Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück haben die Behörden jetzt auch einen Lockdown für unseren Nachbarkreis Warendorf verhängt. Genau wie hier gelten dort strenge Kontaktbeschränkungen – Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Am Donnerstag werden in Warendorf Kitas und Schulen geschlossen. Viele der Tönnies-Beschäftigten leben im Nachbarkreis Warendorf - deshalb war auch dort heute (23. Juni) ein wichtiger Schwellenwert für Neuinfektionen überschritten worden.

Bayern erlässt Beherbergungsverbot für Menschen aus Gütersloh - Niedersachsen nicht

Die Auswirkungen für die Menschen hier im Kreis Gütersloh durch den Corona-Massenausbruch bei Tönnies sind massiv. Jetzt hat das Land Bayern ein Beherbergungsverbot für Menschen aus dem Kreis erlassen.

Hotels in Bayern dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Kreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt.

Durch den Ausbruch bei Tönnies liegt der Kreis Gütersloh deutlich über dieser Grenze. Eine Ausnahme gibt es für Gäste, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Niedersachsen sieht trotz des massiven Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh aktuell keinen Grund zum Abweisen von Touristen aus der angrenzenden Region. "Wir
werden verhältnismäßig und angepasst reagieren", sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung.

Sie sagte aber auch, dass Vermieter etwa von Ferienwohnungen Buchungen von Touristen aus dem Kreis Gütersloh stornieren könnten. Außerdem könne es vorkommen, dass die Polizei Autofahrer aus der
Region Gütersloh nach Zweck und Ziel einer Reise frage. Eine Handhabe, Menschen von dort abzuweisen, gebe es aber nicht.
 


Wo melde ich mich bei Verdacht auf Corona?

Der Kreis Gütersloh hat für Verdachtsfälle eine Notfall-Hotline eingerichtet. Das ist die 05241 85 45 00. Alternativ könnt ihr euch auch telefonisch an den Hausarzt wenden. Wichtig ist nur, dass ihr Zuhause bleibt, damit niemand angesteckt wird. Erhärtet sich der Corona-Verdacht, wird bei euch ein Abstrich für den Test gemacht.

Eure Fragen zum Coronavirus werden hier beantwortet!

Der Kreis beantwortet eure Fragen zum Coronavirus

Die Corona-Hotline des Kreises Gütersloh läuft aktuell heiß. Wie uns der Kreis mitteilte, nehmen die Mitarbeiter mehrere hundert Anrufe entgegen. Viele Anrufer machen sich Sorgen – es gibt aber auch Anrufe, die die Arbeit der Hotline-Mitarbeiter ausbremsen.

Alle Fragen-und-Antworten zum Coronavirus aus gesundheitlicher Sicht vom Kreis gibt es hier.

Weitere Fragen zum Coronavirus beantwortet auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier.

 


Infos zu den deutschlandweiten Entwicklungen und auch den internationalen Nachrichten findet ihr in unserem Liveblog zum Coronavirus.