Responsive image

on air: 

deinfm
---
---
Mikroskop_Labor_Probe
Die aktuellen Infos

Coronavirus im Kreis Gütersloh - Seite 220 von 314


Infos und Zahlen für den Kreis Gütersloh


Unser Archiv an Nachrichten zum Coronavirus

Weitere Lockerungen ab Montag (15. Juni)

In ganz NRW ist Zahl der Neuinfektionen zuletzt um mehr als 75 Prozent zurückgegangen. Ab Montag (15. Juni) gibt es daher weitere Lockerungen.

In NRW und damit auch im Kreis Gütersloh können ab nächster Woche wieder private Feste wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstag mit bis zu 50 Menschen gefeiert werden. Auch öffentliche Veranstaltungen sind mit bis zu 100 Menschen erlaubt.

Außerdem öffnen Bars wieder. In Theatern, Konzertsälen und anderen Veranstaltungsorten mit festen Sitzplätzen entfällt die Abstandsregel.

Corona im Kreis: 29 neue Infektionen, davon 27 bei Tönnies

Meldung des Kreises Gütersloh:

"Die Zahl der positiven Coronafälle hat sich im Kreis Gütersloh zum Stichtag 10. Juni, 0 Uhr, um 29 erhöht. Davon entfallen 27 auf Personen, die für Werkvertragsnehmer der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück beschäftigt sind. Die neuen Befunde gehen zurück auf Testungen, die das Unternehmen Tönnies veranlasst hat, und auf Testungen durch niedergelassene Ärzten. Bereits vor Abschluss der Reihentestung des Kreises in den fünf großen Schlachtbetrieben hatte die Firma Tönnies begonnen, eigene Screenings durchzuführen. Getestet werden dabei Personen, die nach einem Aufenthalt in der Heimat oder einem Urlaub zurück an den Arbeitsplatz kehren, Neueingestellte und solche, bei denen ein Anlass dafür besteht, also solche mit Symptomen oder Kontaktpersonen. Getestet wird an drei Tagen in der Woche, die Abstriche gehen in die Labore, die direkt den Kreis über die Befunde informieren.

Der Kreis hat seine Reihentestung am vergangenen Freitag, 5. Juni, abgeschlossen. Deren Ergebnisse liegen nun vor: Insgesamt wurden 6.648 Personen getestet: Allein bei Tönnies wurden bei 6.335 Personen Abstriche genommen, davon waren 6.328 negativ und 7 positiv. Gleich zu Beginn der Testung hatte der Kreis damit begonnen, auch das eigene, in der Fleischuntersuchung eingesetzte Kontrollpersonal zu testen: Insgesamt 136 Kolleginnen und Kollegen. Ihre Befunde waren allesamt negativ. Getestet wurden zudem 177 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier anderen großen Schlachtbetriebe (Westphal, Düpjohann, Hülshorst und Sonnet). Auch deren Befunde waren alle negativ.

Diese vom Land veranlassten, durch den Kreis zu 97 Prozent in der Zeit vom 11. bis zum 18. Mai durchgeführten Tests wurden in einem Zeitraum durchgeführt, in denen auch für neu oder wieder aus EU-Mitgliedsstaaten nach Deutschland eingereiste Personen noch eine 14-tägige Quarantäne galt. Diese Quarantäneverpflichtung ist mit Änderung der Corona-Einreiseverordnung zum 15. Mai entfallen.


Den aktuellen Anstieg der Neuinfektionen sieht der Leiter des Krisenstabes und Ordnungsdezernent des Kreises Thomas Kuhlbusch vor diesem Hintergrund mit Sorge. „Mit dem Wegfall der Quarantäneverpflichtung hat die Fluktuation im Bereich der Personen zugenommen, die in den Schlachtbetrieben tätig sind. Das Risiko, das damit Infektionen in die Betriebe eingetragen werden und sich dort verbreiten, ist dementsprechend gestiegen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Firma Tönnies ihre Verantwortung als Arbeitgeber und Auftragnehmer durch eigene Testungen in besonderer Art und Weise ernst nimmt. Sie informiert uns aktuell zeitnah über die geplanten eigenen Screenings, deren Anlass und die getesteten Personengruppen. Die unverzügliche Unterbrechung neuer Infektionsketten hat für uns erste Priorität! Nicht minder wichtig ist es, dass die Firma Tönnies im Rahmen des ihr obliegenden Arbeitsschutzes alles erdenklich tut, um das Risiko von Neuinfektionen auf ein Minimum zu verringern.“  Kuhlbusch hatte bereits im Kreisausschuss am vergangenen Montag (8. Juni) darauf hingewiesen, dass mit dem Ende der Reisebeschränkungen gerade für ausländische Beschäftigte und Werkvertragsarbeiter sich neue Eintragungsrisiken ergeben könnten.

Zum Thema: Die aktuellen Zahlen

Im Kreis Gütersloh waren zum Stand 10. Juni, 0 Uhr, 737 (9.Juni: 708) laborbestätigte Coronainfektionen erfasst. Davon gelten 647 (9. Juni: 637) Personen als genesen und 70 (9. Juni: 51) als noch infiziert. Von diesen 70 Personen befinden sich 68 in häuslicher Quarantäne. Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit 2 Patienten (9. Juni: 3) stationär behandelt. Davon wird 1 Person (9. Juni: 1) intensivpflegerisch versorgt und muss beatmet werden. Im Kreis Gütersloh sind 20 Personen (9. Juni: 20) verstorben, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten. In den vergangenen 7 Tagen waren 53 Neuinfektionen zu verzeichnen.

 

Kommune:

Bestätigte Fälle aktuell

Bestätigte Fälle Vortag

Todesfälle

 

Borgholzhausen

26

26

0

 

Gütersloh

156

149

2

 

Halle (Westf.)

51

51

5

 

Harsewinkel

66

66

1

 

Herzebrock-Clarholz

33

31

0

 

Langenberg

29

29

0

 

Rheda-Wiedenbrück

104

85

0

 

Rietberg

80

79

1

 

Schloß Holte-Stukenbrock

38

38

1

 

Steinhagen

54

54

7

 

Verl

38

38

0

 

Versmold

43

43

0

 

Werther (Westf.)

19

19

3

 

Summe

737

708

20

 

Davon genesen

647

637

 

 

 

 

 

 

 

www.kreis-guetersloh.de/corona

 

Zum Thema: Reihentestung bei Tönnies

Die Reihentestung bei Tönnies und vier weiteren großen Schlachtbetrieben durch den Kreis Gütersloh geht zurück auf die Erlasse des Ministeriums für Arbeit und Gesundheit NRW zur ‚Ausbruchsbekämpfung COVID-19 Schlachtbetriebe‘. Anlass für diese Erlasse war der Coronaausbruch in einem Schlachtbetrieb im Kreis Coesfeld. In der Zeit vom 11. Mai bis zum 5. Juni sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive der Werkvertragsarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer in den  fünf großen Schlachtbetrieben im Kreis Gütersloh getestet worden. Die Rettungsdienstmitarbeiter wurden dabei vom Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und logistisch vom THW unterstützt. Zu Beginn der Testungen war der Kreis Gütersloh davon ausgegangen, dass allein auf dem Betriebsgelände der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück rund 7.700 Personen (einschließlich der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) zu testen seien.

Tatsächlich betrug die Zahl 6.335, da

-       rund 670 Personen, nicht am Standort Rheda, nicht mehr, noch nicht oder nur vereinzelt dort im Betrieb tätig waren oder sind,

-       rund 230 nur im Rahmen von Einzelaufträgen für Fremdfirmen, wie Handwerker tätig sind und  

-       rund 350 aus Gründen wie zum Beispiel Krankheit, Erwerbsunfähigkeit, Mutterschutz, Elternzeit, Urlaub nicht erreichbar waren."

Corona sorgt für tiefe Löcher in Stadtkassen

Verl und Rheda-Wiedenbrück haben Prognosen für das aktuelle Haushaltsjahr vorgelegt. Aufgrund der Corona Pandemie rechnet Verls Kämmerer mit einem Minus von 18 Millionen Euro, statt einem Überschuss von zwei Millionen. Vor allem Steuereinnahmen brechen weg. Rheda-Wiedenbrück erwartet ein Minus von 11,4 Millionen Euro. Wie viel Geld davon jeweils der Bund ausgleicht, steht noch nicht fest.

Auch die Stadt Bielefeld rechnet mit einem deutlichen Defizit in der Stadtkasse. Im laufenden Haushalt erwartet der Kämmerer ein Minus von 86 Millionen Euro. Ein Großteil entfällt auf Steuerausfälle. Es kommen auch Mehrausgaben wegen der Corona Pandemie dazu, wie der Erlass von Kita Beiträgen oder zusätzliche Anschaffungen bei der Feuerwehr.

Eine gute Nachricht gab es dennoch: Die Zahl der Unternehmen in Bielefeld, die ihre Gewerbesteuern herabsetzen oder stunden lassen, geht allmählich zurück.

Corona-Krise: Exportindustrie im Kreis Gütersloh schwer unter Druck

Die Corona-Krise setzt die Exportindustrie im Kreis Gütersloh schwer unter Druck. Bundesweit ist der Export im April um mehr als 30 Prozent eingebrochen, im Kreis Gütersloh ist die Tendenz ähnlich. Besonders der Kreis Gütersloh ist vom Export abhängig. 
Verlierer gibt es viele – Gewinner dagegen nur wenige. Vor allem die Automobilzulieferer, der Maschinenbau, die Investitonsgüterindustrie, die Konsumbranchen und das Gastgebwerbe haben heftige Einbrüche zu verzeichnen, hieß es von der Bielefelder Industrie- und Handelskammer auf Radio Gütersloh-Nachfrage. Gut durch die Corona-Krise sind dagegen bisher nur die Nahrungs- und Genussmittelhersteller sowie die IT-Dienstleister gekommen.

 


Wo melde ich mich bei Verdacht auf Corona?

Der Kreis Gütersloh hat für Verdachtsfälle eine Notfall-Hotline eingerichtet. Das ist die 05241 85 45 00. Alternativ könnt ihr euch auch telefonisch an den Hausarzt wenden. Wichtig ist nur, dass ihr Zuhause bleibt, damit niemand angesteckt wird. Erhärtet sich der Corona-Verdacht, wird bei euch ein Abstrich für den Test gemacht.

Eure Fragen zum Coronavirus werden hier beantwortet!

Der Kreis beantwortet eure Fragen zum Coronavirus

Die Corona-Hotline des Kreises Gütersloh läuft aktuell heiß. Wie uns der Kreis mitteilte, nehmen die Mitarbeiter mehrere hundert Anrufe entgegen. Viele Anrufer machen sich Sorgen – es gibt aber auch Anrufe, die die Arbeit der Hotline-Mitarbeiter ausbremsen.

Alle Fragen-und-Antworten zum Coronavirus aus gesundheitlicher Sicht vom Kreis gibt es hier.

Weitere Fragen zum Coronavirus beantwortet auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier.

 


Infos zu den deutschlandweiten Entwicklungen und auch den internationalen Nachrichten findet ihr in unserem Liveblog zum Coronavirus.