Schon als "Dötz" das Ziel fest vor Augen
Morgens, halb vier, im ländlichen Schloß Holte-Stukenbrock: Wenn sich der Kreis Gütersloh nochmal umdreht und in seine Bettwäsche mümmelt, klingelt dort schon ein schrillender Handywecker, der mich zumindest in dem letzten Jahren noch nicht einmal im Stich gelassen hat. Mit halb verschlossenen Augen unter die Dusche, Klamotten quasi im Vorbeigehen überstreifen, schnell noch ein Milchbrötchen zwischen die Kauleisten – und ab nach Gütersloh zum besten Radiosender der Welt – natürlich mit meinem „Formel 1“-Golf (Anmerkung der netten Kollegen), am liebsten über die Autobahn, weil es so schön schnell geht! Butz noch drei Kaffee wegschlürfen – und spätestens dann werde ich zu Ihrem lebendigen Wecker für einen klasse Start in den Tag – und der klingt in jedem Fall sanfter, als der Handywecker!
Radio Gütersloh und Mario Lüke – das ist eine ganz besondere Geschichte! Als elfjähriger „Dötz“ stampfte ich meinem jetzigen Kollegen Matthias Traeger als E-Jugendkicker des VfB Schloß Holte schon auf dem Gütersloher „Thiel-Cup“ hinterher, bis der auch endlich mich mal interviewte. Seither lässt mich der Sender einfach nicht mehr los, und nach meinen ersten moderatorischen Gehversuchen als Stadionsprecher meines Heimatvereins – damals mit zwölf und noch ohne Stimmbruch – und meiner Mitarbeit bei der Tageszeitung kam ich nach dem Abitur zum Radio – erst als zockender „Roter Klaus“ mit der roten Mütze, dann als Fußball-Kommentator und seit 2009 als Moderator unserer Morning-Show. Das einzig Traurige daran: Meine Kollegin Tanina Rottmann sehe ich kaum – denn immer wenn ich im Studio stehe, steht sie dort logischerweise nicht!
Da ich den Standardspruch einiger meiner Bekannten, „ach der Lüke, der labert doch da eh den ganzen Morgen nur rum“, nicht bestätigen kann und ich mittlerweile weiß, wie aufwendig der Job des Moderators sein kann, ist nach Feierabend Stressabbau abgesagt – am liebsten auf dem Fußballplatz, wenn ich meine A-Jugendlichen vom VfB Schloß Holte als Trainer quer über das Feld scheuche. Da kann ich wenigstens auch mal den Chef raushängen lassen! Und sollte es mit der Karriere als Nationaltrainer dann doch nichts werden, dann bleibe ich gerne beim Hörfunk. Denn obwohl sich mein Kopfhörerkabel traditionell mehrere hundert Male pro Sendung verdreht, bis ich nichts mehr höre, stehe ich gerne früh für Sie auf. Denn Radio macht mir dann Spaß, wenn Sie mit unserer Arbeit zufrieden sind.
Fakten zu Mario Lüke
Geburtstag: 12. Mai 1987 (obwohl manche Hörer sagen, meine Stimme klingt wie "Über 40"... Was auch immer das heißen mag...)
Start bei Radio Gütersloh: Oktober 2006
Aufgaben bei Radio Gütersloh: Moderation der Morning-Show, Sportkommentator, Fachkraft für Fußballfragen unseres Chefredakteurs sowie hauptamtlicher "Staubsauger" nach der Frühstücks-Konferenz.
Hobbys: Fußball, Fußball, Fußball... und: Musik, Freunde treffen, Mountainbike fahren, schnelle und teure Autos, die ich eh nicht bezahlen kann.
Mail-Adresse: mario.lueke(at)radioguetersloh(dot)de















