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Serie [Comedy, Showformat]

LOL - Last One Laughing

Protagonisten der dritten LOL-Staffel

Staffel 3 (6 Folgen)

Amazon Prime Video
Show, Comedy

Manchmal braucht es nichts weiter als eine gute Idee. LOL - Last One Laughing begann als die bestechend einfache Adaption eines simplen Serien-Konzepts. Innerhalb von einem Jahr präsentiert Amazon Prime Video nun bereits die dritte Staffel der Show: und dabei sind zehn taufrische Comedians, eine brandneue Bühne und jede Menge neuer Kniffe.

Anke Engelke kämpft zum dritten Mal gegen das Lachen

Die Schauspielerin ist damit die einzige Teilnehmerin, die sich durch drei Staffeln Lach-Tortur zwingen musste. Doch es sind auch ein paar Newbies dabei: zum Beispiel Stromberg-Schauspieler Christoph Maria Herbst, Kabarettist Olaf Schubert und Comedian Hazel Brugger. Wie immer tritt eine bunte Mischung der deutschen Fernsehlandschaft auf, und alle verfolgen ein einziges Ziel: sechs Stunden lang darf nicht gelacht werden. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat die Redaktion sich dieses Mal noch ein paar weitere Tricks einfallen lassen, um die Teilnehmer zu zermürben: dazu gehören wieder jede Menge Auftritte von anderen Comedians, aber auch Special Effects im neuen Studio und - die Kirsche auf der Sahne - ein echtes Live-Publikum. Das wird allerdings nur zu Gast-Auftritten eingesetzt - schade eigentlich, denn die Dynamik der Show kommt mit dem Publikums nochmal so richtig ins Rollen.

Protagonisten der dritten LOL-Staffel


Gesichtszirkus vom Feinsten

Auch, wenn man die Muster der Show langsam kennt, wird eines an LOL - Last One Laughing niemals langweilig. Das gilt auch für Staffel 3: es ist die Gesichtsakrobatik der Teilnehmer. Selbst, wenn der Gag eines Comedians nicht zündet, ist es spätestens der krampfhafte Versuch, das eigene Gesicht unter Kontrolle zu halten, der dann für urkomische Bilder und Situationen sorgt.

Protagonisten der dritten LOL-Staffel


In den letzten beiden Staffeln galt eher, dass die ersten Folgen die unterhaltsamsten waren - doch die dritte Staffel entfaltet ihren Zauber vor allem in den letzten Episoden. Aus Spoiler-Gründen werden natürlich keine Namen genannt, aber das Finale verdient wirklich einen kleinen Comedy-Preis. Hier verbindet sich alles, was an LOL so bestechend ist: charakterstarke Teilnehmer, die Energie des neuen Live-Publikums und der atemberaubende Gast-Auftritt eines alten Bekannten. Wenn man sich zu Beginn noch fragt, ob die Show auch ein drittes Mal überzeugen kann, so ist man am Ende wieder voll und ganz überzeugt. Das mag auch an der emotionalen Note liegen, mit der sich die Sendung verabschiedet: denn kurz nach den Dreharbeiten verstarb Teilnehmer Mirco Nontschew unerwartet. Diese Staffel wurde ihm mit Fingerspitzengefühl gewidmet, ohne dabei den Humor zu verlieren - ein Drahtseilakt, der überzeugen und unterhalten kann.

Fazit: Absolute Binge-Empfehlung. Wer die ersten beiden Staffeln mochte, wird auch von dieser nicht enttäuscht werden - Euch erwarten Grimassen, Rollschuh-Acts und jede Menge Callbacks zu den letzten Staffeln. 

Alle verwendeten Bilder unterstehen dem Copyright ©2022 Prime Video, Headerbild by Frank Zauritz


Staffel 2 (6 Folgen)

Amazon Prime Video
Show, Comedy

Mit der ersten Staffel schenkte Amazon Prime Video uns schon ein absolutes Lockdown-Highlight. Nun folgt prompt der Nachschub: das Konzept von Last One Laughing ist dasselbe, aber wir treffen auf eine ganze Reihe neuer Gesichter. Ob sich diese bewähren können?

Einige feiern Premiere

Zum Beispiel Klaas Heufer-Umlauf, Martina Hill und Bastian Pastewka. Getreu dem Motto der ersten Staffel, ein möglichst buntes Humor-Repertoire aufzubauen, bringt Amazon Prime wieder Stars aus verschiedensten Ecken und Branchen zusammen. Vielleicht liegt hier auch die spannendste Erkenntnis, nämlich, dass gutes Comedy-Schauspiel noch lange kein Improvisationsvermögen bedingt. Während Pastewka voll in seinem Element ist und eine aberwitzige Wahnsinns-Nummer nach der Anderen auspackt, sich praktisch bis zur Blödel-Ekstase in den Wahnsinn spielt, bleiben andere Kollegen eher blass - zum Beispiel Martina Hill, die eher dauer gefährdet ist, frühzeitig auszuscheiden. Wie auch in der letzten Staffel entstehen von Anfang an Dynamiken, jeder klammert sich an eine Taktik. Entweder man ist still und hält den Kopf unten, oder man lässt absolut nichts anbrennen.
 


Andere kehren zurück

Nicht nur Michael Bully Herbig bekleidet erneut seine Rolle als gewitzter und flotter Moderator. Auch Kandidaten der letzten Staffel dürfen sich erneut in den Ring werfen. Anke Engelke, Max Giermann und Kurt Krömer konnten wohl einfach nicht genug von der Tortur bekommen, die eigene Mimik zu unterdrücken. Die Dynamik zwischen alten Hasen und Neuzugängen kommt gerade am Anfang immer wieder auf und teilt die Teilnehmer charmant in zwei Lager. "Oh, jetzt wirds richtig gemein" - "Das ist der schlimmste Moment", all diese aufmunternden Kommentare dürfen die Neuen sich praktisch ständig anhören. Denn die Regeln sind die Alten: sechs Stunden lang darf nicht gelacht werden. Klingt einfach, wird aber spätestens zur Herausforderung, wenn Pastewka anfängt, sich die Zunge zu rasieren. Und natürlich hat auch Bully wieder einige Show-Acts vorbereitet, damit es bloß nicht zu einfach - oder zu langweilig - wird.
 


Funktioniert es auch ein zweites Mal?

Zugegeben, in der ersten Staffel trägt sich das Format vor allem durch die Innovation und Frische der Show-Prämisse. Da das Publikum in der zweiten Runde schon genau weiß, was es erwartet, ist die Spannung nicht so groß wie beim ersten Mal - und darunter leidet leider auch der Drive der Show. Ein paar neue Ideen oder Anpassungen in den Regeln hätten vielleicht gut getan, um sowohl die Rückkehrer unter den Kandidaten, als auch die Zuschauer besser bei Stange zu halten.

Spaß hat man mit der zweiten Staffel allerdings trotzdem, und das nicht zu knapp. Wie in der ersten Runde sind es wieder einmal vor allem die Gesichter derjenigen, die sich krampfhaft vom Lachen abhalten, die die Show so wahnsinnig unterhaltsam machen. Die sechs Stunden Ausnahmesituation nagen sichtlich an den Comedians, und dieser Wahnsinn ist so ansteckend wie komisch. Vor allem der Gesichtszirkus von Max Giermann ist wieder ein absolutes Highlight. Seine größte Hürde ist in dieser Staffel definitiv Pastewka, der von Teddy das Zepter des Klassenclowns annimmt und würdig ausübt. Vor allem das Finale, in dem zwei wahre Giganten aufeinandertreffen, treibt die Zuschauer mit in den Wahnsinn. Das Ganze funktioniert - aber für eine dritte Staffel braucht es vielleicht einen kleinen extra Twist, um wieder Spannung reinzubringen.

Fazit: Absolute Binge-Empfehlung für Fans: Die zweite Staffel LOL ist in vielerlei Hinsicht ein würdiger Nachfolger der ersten Staffel, aber krankt an einigen Punkten dann doch an ihrer Ähnlichkeit zur ersten Runde.


Staffel 1 (6 Folgen)

Amazon Prime Video
Comedy, Showformat, Unterhaltung

"Aushalten nicht Lachen", "You laugh you lose" - nicht nur Joko und Klaas haben dieses geniale Format in Vergangenheit bekannt gemacht. Die Idee ist simpel, die Ausführung nicht schwer. Mit Freunden eine YouTube Compilation gucken, sich gegenseitig möglichst lange in die Augen sehen, eine Flachwitz-Challenge: die Möglichkeiten sind endlos. Was aber, wenn Leute ins Spiel kommen, deren tagtäglicher Job daraus besteht, Andere zum Lachen zu bringen?

Das Show-Format "LOL - Last One Laughing" beantwortet genau diese Frage. Sechs Stunden lang werden zehn bekannte Comedians in einen Raum gesperrt, mit nur einer einzigen Vorgabe: wer lacht, der verliert. Klar, dass das eine Herausforderung bedeutet: und dieser stellen sich alle Beteiligten leidenschaftlich und mit ansteckender Begeisterung. Der bunt gemischte Cast besteht unter Anderem aus bekannten Schauspielern wie Max Giermann und Anke Engelke, aber auch aus Stand-Up Comedians wie Carolin Kebekus oder Sketch-Comedian Teddy Teclebrhan.

Streaming-tipp - Szene aus "LOL: Last One Laughing"

Teddy Comedy in seinem Element

Es gibt diverse Meinungen über deutsche Comedy - aber die von Michael Bully Herbig moderierte Sendung macht wirklich alles richtig. Besonders die ersten Folgen, in denen der Cast noch beinahe vollständig vertreten ist, sind ein einziges Gag-Feuerwerk. Vor allem Teddy Teclebrhan fährt eine Nummer nach der anderen auf und bewirkt, dass man praktisch dabei zusehen kann, wie alle Beteiligten den Verstand verlieren, während sie mit diversen Grimassen und Taktiken versuchen, sich das Lachen zu verkneifen. Die Dynamik zwischen den Kandidaten trägt sich wunderbar selbst, ohne große Eingriffe von außen - und so kommen auch eher stillere Beteiligte wie Kurt Krömer oder Wigald Boning nicht zu kurz.

Die Erfolgssendung bekommt eine Fortsetzung

Die Show-Idee ist keine Neue: unter Anderem streamt Amazon Prime beispielsweise auch den australischen Ableger der Show. Was in der deutschen Version jedoch extrem gut funktioniert, sind die diversen Formen und Farben der Performances. Gegen Ende verlieren die Finalisten zwar zeitweise ihren Schwung, langweilig wird es jedoch niemals. Mit sechs Folgen hat die Reihe die perfekte Länge, um den Zuschauern einige unterhaltsame Abende zu bescheren. Und spätestens wenn Krömer mit Lampenschirm auf dem Kopf eine Arie schmettert oder Max Giermann für einen Gag sogar seine körperliche Unversehrtheit aufs Spiel setzt, kann man es kaum erwarten, die zweite Staffel zu sehen. Die wurde nämlich bereits angekündigt: und ihre Besetzung ist vielversprechend. Bastian Pastewka, Tommi Schmitt und Klaas Heufer Umlauf sind nur drei der versprochenen Teilnehmer in Staffel 2.

Die gute Laune, die LOL ausstrahlt ist unheimlich ansteckend. Es gibt wenige Shows, die so viel Elan und Begeisterung für die Sache mitbringen und das macht die Amazon Prime Video Produktion für mich zu einem kleinen Lockdown-Highlight 2021.

Streaming-tipp - Szene aus "LOL: Last One Laughing"

Fazit:  Absolute Binge-Empfehlung! Ein sympathisches Gag-Feuerwerk mit Rewatch-Potential.

Alle verwendeten Bilder unterstehen dem Copyright ©2021 Amazon Studios, Amazon.com, Inc. or its affiliates


Unsere Serien- und Film-Expertin

Hannah Schürkamp (22) - Film-Enthusiastin & Studentin (Geschichte, Englisch)

Hannah Schürkamp sitzt auf einem Sofa und schaut zur Seite
Foto: Sebastian Schütte

Nach zwei Semestern Medien-Studium habe ich mich schlussendlich dagegen entschieden, beruflich am Set zu arbeiten - meine Begeisterung für Filme und Serien hat dadurch jedoch nicht abgenommen. Egal welches Genre, ob Streaming, Kino oder DVD, Hollywood-Klassiker oder Low Budget-Produktion: sowohl gute als auch weniger gute Filme schaue und diskutiere ich unvoreingenommen und mit viel Liebe für die Sache.

Über Anregungen und Kommentare freue ich mich!