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Leslie Runde
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Flugzeug_Tragflaeche_Luft
Virtuelles Fliegen

Die ganze Welt im Flightsimulator 2020

Tragfläche eines Flugzeuges

10. August 2020

  • Der erste Flightsimulator wurde schon in den 80er Jahren für Apple entworfen und später von Microsoft aufgekauft.
  • Für die neue Version hat Microsoft zwei Peta-Byte an Satelliten-Daten verarbeitet, 37.000 Flughäfen gehen online.
  • Die Grundversion des neuen Flugsimulator-Spiels benötigt 127 Gigabyte Speicherplatz.

Der Traum vom virtuellen Fliegen - diesmal weltweit

Das Fliegen am PC begeistert die Fans seit rund 40 Jahren. Der erste Microsoft Flightsimulator bot 1982 ein Cessna-Cockpit, hatte acht Zeiger-Anzeigen und es gab Flugszenen für Los Angeles, Chicago, Seattle und New York. Zahlreiche Versionen folgten bis Microsoft 2009 das interne Entwicklerstudio schloss. Nach der folgenden längeren Pause kommt nun mit dem „Microsoft Flight Simulator 2020“ eine komplett neu konzipierte Version auf den Markt. Das neue Flugsimulator-Spiel oder - wie die Fans liebevoll sagen - "Flusi" projiziert uns die ganze Welt auf den Screen. Microsoft selbst spricht davon, dass 1,5 Milliarden Gebäude digitalisiert wurden, über zwei Billionen Bäume, Straßen und Berge wurden ebenso integriert wie alle Flughäfen dieser Welt. Das gelang mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz. Je nach Ausführung wurden aber z.B. auch einzelne Flughäfen noch händisch nachmodelliert.

Womit fliegen wir?

Wir können ganz klassisch mit den Lehrflugzeugen Cessna 152 oder 172 abheben, wir können uns aber auch an den Steuerknüppel eines Airbus A320 Neo setzen oder direkt eines Jumbos. Dabei haben wird die Wahl, ob wir unsere Flieger mit Maus und Tatstatur steuern wollen oder ganz echt mit Steuerhorn und Schubhebeln (kostenpflichtige Zusatz-Hardware). Unser Cockpit ist dabei komplett instrumentiert und realitätsgetreu nachgebildet wie im echten Flieger, bei Bedarf können wir unser heimisches Flugfeeling zusätzlich mit interaktiven Checklisten anreichern. Wer sich aber eher auf das beeindruckende Flugerlebnis als solches und auf die unglaublichen, detailgetreuen Panoramen etc. konzentrieren möchte, der kann das Fliegen dem Autopiloten überlassen. 

Willkommen in der „Twin World“

So nennen die Entwickler ihre Simulation der echten Welt, die sie in sieben Jahre Entwicklungszeit auf der Basis von Bing Maps aufgebaut haben. Sie ist cloudbasiert und umfasst zwei Petabytes an Daten. Das Ergebnis begeistert die ersten Tester: „Der Detailgrad ist überwältigend. Beim Tiefflug über Seattle erkannten wir nicht nur bekannte Gebäude wie die Space Needle, sondern konnten selbst bei kleinsten Häusern jede Menge Details ausmachen: ob Möbel im Vorgarten oder Klimaanlagen auf Dächern.“ Nach ersten Testerfahrungen scheint dies auch der Fokus des neuen Flugsimulators zu sein - weniger spielerische Elemente, mehr reine Flugsimulation. So ermöglicht uns der neue Flugsimulator eine Corona-freie Erkundung der schönsten Stellen der Welt. Um diese globale Detailgenauigkeit genießen zu können, wird allerdings empfohlen, satte 150 GB freier Speicherkapazität zu haben und eine schnelle Internetverbindung.

Fliegen mit Echtzeitwetter

Der „Microsoft Flightsimulator 2020“ ermöglicht uns mit Hilfe eines speziellen Wettergenerators im Live-Wettermodus zu fliegen. Ob dann Sturm, Regen, Wolken oder Schnee unseren Flug begleiten – wir bekommen alle Wetterfacetten in Echtzeit eingespielt und die Wetterverhältnisse wirken sich natürlich auch direkt auf das Flugverhalten aus. Wollen wir allerdings mit Traumwetter fliegen, ist auch das kein Problem. Wir können im Simulator unser Wetter selbst aussuchen. Dabei ist die Simulation perfekt, ein Kollege schrieb nach seinem Testflug begeistert: „Der absolute Knaller ist allerdings das Wetter. (...) Je nach Fluggeschwindigkeit laufen Regentropfen über die Windschutzscheibe am Cockpit entlang. Und wie im echten Fliegerleben können so auf einmal auch die Cockpitscheiben und Tragflächen vereisen.“

20 Flugzeuge für rund 70 Euro

Der „Microsoft Flight Simulator 2020“ wird in drei Preis-Varianten angeboten. Dabei orientiert sich der Preis an der Anzahl der zur Verfügung stehenden Flugzeuge und der Zahl der hochauflösenden und besonders lebensecht nachgezeichneten Flughäfen. Los geht es für einen Preis von rund 70 Euro mit 20 Flugzeugen und 30 Flughäfen, in der Premiumversion sind für 30 Flugzeuge und 40 Flughäfen rund 120 Euro fällig. Eine Übersicht findet sich hier. Wer in Deutschland landen will, muss allerdings direkt die Premiumversion wählen: Nur sie ermöglicht das Landen in Frankfurt am Main, dem einzigen lebensecht nachgezeichneten Flughafen hierzulande.

Alle drei Versionen sind jetzt schon vorbestellbar, die Auslieferung ist für den 18. August angesagt. Für den Herbst ist zudem angekündigt, das der Flugsimulator dann auch mit VR-Brillen gespielt werden kann. 


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