Im aktiven Boden gedeihen die Pflanzen am besten

- Im Nutzgarten ist die Bodenvorbereitung besonders wichtig, denn Gemüse braucht besonders viele Nährstoffe.
Damit der Garten gedeiht, muss die Grundlage stimmen - ein Boden, der die richtige Menge an Nährstoffen und Wasser liefert, ist Grundvoraussetzung für das optimale Wachstum von Rasen, Sträuchern und Blühpflanzen. Ein paar Hilfsmittel und eine Bodenanalyse sorgen dafür, dass Erde und Pflanzen optimal zusammenpassen.
Gerade in älteren Gärten kann der Boden Nährstoffe und Wasser oft nicht mehr ausreichend speichern. Den Garten komplett umzugraben ist meist nicht das richtige Mittel, denn so werden die unteren Erdschichten nach oben befördert und das Gleichgewicht in der Erde auf den Kopf gestellt. Stattdessen empfiehlt sich der Einsatz eines Bodenaktivators. Solche Präparate, die zum Beispiel Gesteinsmehl und Algenkalk enthalten, werden einfach wie Dünger auf der Oberfläche verteilt.
Im Boden regt der Aktivator die Humusbildung an, fördert das Wachstum von nützlichen Lebewesen wie Regenwürmern und sorgt für eine bessere Wasser- und Nährstoffversorgung. Ein Aktivator hilft dabei sowohl sandigen als auch schweren Böden auf die Sprünge. Die Effekte machen sich nach einigen Wochen bemerkbar: Rasenflächen werden dichter, Sträucher wachsen kräftiger, Sommerblumen blühen üppiger.
Am meisten profitiert ein Nutzgarten von dieser aktivierenden Gabe, denn Gemüsepflanzen entziehen dem Boden besonders viele Nährstoffe. Vor allem Tomaten und Knollengewächse wie Kartoffeln und Rettich sind sehr hungrige Gemüsesorten. Im Nutzgarten empfiehlt sich der Einsatz eines Bodenaktivators deshalb einmal im Jahr, entweder im Herbst nach der Ernte oder im Frühjahr, bevor die Pflanzen austreiben.
Bei Moorbeetpflanzen sollte auf Bodenaktivator verzichtet werden, denn Rhododendren, Azaleen, Erika und Heidelbeeren brauchen saure Böden. Solche Pflanzen werden am besten in spezielle Rhododendron-Erde gesetzt, aber auch mit Torf kann der Boden angesäuert werden. Auch Rosen freuen sich über einen besonderen Boden. Rosenerde liefert der Königin der Blumen die beste Nährstoff- und Wasserversorgung.
Wer genau wissen möchte, in was für einer Erde seine Pflanzen wurzeln, kann im Fachhandel seinen Boden testen lassen. Dazu braucht es eine gute Handvoll Erde aus etwa zehn Zentimetern Tiefe. Anhand dieser Probe können Säurewert, Nährstoffgehalt und Wasserspeicherfähigkeit gemessen werden. Mit diesen Daten lässt sich zuverlässig planen, welche Zusatzstoffe der Boden benötigt und welche Pflanzen am besten gedeihen.















