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DEB-Team verpasst Prestigeerfolg gegen die Schweiz

Im einem umkämpften Prestigeduell hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beim Deutschland Cup den Sieg gegen die Schweiz verpasst.

Deutschland Cup

Auf das überraschende 4:3 gegen Russland zum Auftakt folgte am Samstag in Krefeld ein 3:4 (1:0, 0:1, 2:2) nach Verlängerung. Ein Gegentreffer von Pius Suter in letzter Sekunde der Overtime brachte die Entscheidung in einer lange zerfahrenen Partie.

Vor 6217 Zuschauern waren die Treffer von Frederik Tiffels (4. Minute), Daniel Pietta (48.) und Daniel Fischbuch (51.) für die Deutschen zu wenig. Ohne die meisten Olympia-Zweiten und WM-Teilnehmer offenbarte der Gastgeber Schwächen in der Defensive. Die Schweizer holten auch dank der Tore von Noah Rod (33.), Pius Suter (42.) und Luca Fazzini (53.) in regulärer Spielzeit den zweiten Sieg im zweiten Spiel und haben gute Chancen auf den Turniersieg.

Die Slowakei ist am Sonntag (14.30 Uhr/MagentaSport) letzter deutscher Gegner bei dem Vier-Länder-Turnier. Die Partie ist bis zur unmittelbaren WM-Vorbereitung im April die einzige Gelegenheit für Spieler der zweiten Reihe, sich zu präsentieren. Deshalb hat der Deutschland Cup ein halbes Jahr vor der Weltmeisterschaft bereits einen hohen Stellenwert für Söderholm.

Dennoch nutzt der 41-Jährige den Deutschland Cup, um Spieler für den Ernstfall auszuprobieren. Beinahe allen etablierten Kräften verschaffte der Nachfolger von Olympia-Silbertrainer Marco Sturm eine Pause. Im Gegensatz zum Auftakt gegen Russland mussten die Deutschen diesmal keinem Rückstand hinterherlaufen. Schon nach knapp vier Minuten stand es 1:0. Tiffels, einer von fünf WM-Teilnehmern, platzierte den Puck gleich in der ersten Überzahlsituation im Netz.

«Ich glaube, wir machen da weiter, wo wir am aufgehört haben», erklärte der Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB), Stefan Schaidnagel, noch in der ersten Drittelpause bei MagentaSport und lobte die jungen Spieler: «Ihr Aufgabe ist es, zu zeigen, was sie können. Das tun sie auf sehr beeindruckende Weise.»

Im Gegensatz zum ersten Auftritt konnten sich die Söderholm-Schützlinge aber nicht mit zunehmendem Spielverlauf steigern und leisteten sich in der Defensive Nachlässigkeiten. Nach dem 1:2-Rückstand kämpfte sich das Team zurück, verpasste es aber am Ende, sich weiteres Selbstvertrauen zu holen.