Responsive image

on air: 

Dominik Tegeler
---
---

Weltkindertag in Gütersloh

Fest des Kinderschutzbundes am 21. September ab 11 Uhr vor der Martin-Luther-Kirche

"Wir machen Zukunft – Kinder und Jugendliche mischen mit!"

Schon zum 13. Mal ist der Kinderschutzbund an der Martin-Luther-Kirche in Gütersloh zu Gast; die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies wird das Fest mit ihrem Grußwort eröffnen.

Seit Monaten machen uns junge Menschen energisch darauf aufmerksam, dass wir auf ihre Kosten leben. Sie fordern jeden Freitag, dass wir unserer Verantwortung endlich gerecht werden und alles tun, um den Klimaschutz ernst zu nehmen. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Zukunft und nehmen dazu ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung sowie auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit aktiv wahr. Fridays for Future zeigt uns, dass es jungen Menschen um Generationengerechtigkeit, Verantwortung und die Chance auf ein lebenswertes Leben geht.

Soziales und politisches Engagement von Kindern und Jugendlichen ist nicht neu, es wurde nur wenig beachtet und anerkannt. Seitdem so viele junge Menschen freitags auf die Straße gehen, werden sie als politische Kraft wahrgenommen und ihre Forderungen von vielen Menschen gehört.

„Der Generationenvertrag, auf dem unsere Gesellschaft beruht, sieht keine wirkliche Berücksichtigung der Anliegen junger Menschen vor“, so der 1. Vorsitzende Burkhard Martin, „unsere Gesellschaft und vor allem die politischen Parteien haben hier erheblichen Nachholbedarf. Das gilt auch beim Wahlrecht.“

Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht besteht keine Verknüpfung zwischen Wahlrecht, Volljährigkeit und z.B. Geschäftsfähigkeit bzw. Strafmündigkeit. Religionsmündigkeit und Strafmündigkeit beginnen bereits mit 14 Jahren. Schon ab dem ersten Lebensjahr gilt das Demonstrationsrecht. Unterschiedliche Altersgrenzen gibt es auch bei den Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz. „Aber auch der Beginn einer Berufsausbildung oder eines Studiums“ so die Geschäftsführerin Bettina Flohr, „verlangen frühzeitige Entscheidungen und Verantwortungsübernahme durch Mädchen und Jungen. Die meisten Altersgrenzen dienen dem Schutz junger Leute. Jetzt soll es um die Chance gehen, Einfluss zu nehmen. Der Kinderschutzbund setzt sich deshalb auch für das aktive Wahlrecht ab 14 ein“.

Damit Kinder und Jugendliche ihr Recht auf Mitsprache in unserer Gesellschaft wahrnehmen können, ist weiterhin die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz von besonderer Bedeutung. Der Kinderschutzbund lädt alle Interessierten dazu ein, über die Möglichkeiten einer besseren Beteiligung junger Menschen ins Gespräch zu kommen.

Neben Infos und Aktionen zum Thema der besseren Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gibt es wieder kurzweilige Unterhaltung mit einem ca. 3-stündigen Bühnenprogramm Gütersloher Schulen, diesmal mit den Bläserklassen des Städtischen Gymnasiums und der Grundschule Blankenhagen, Gesangsbeiträgen der Grundschulen Heidewald, Kattenstroth und Paul-Gerhardt-Schule sowie des Ev. Stift. Gymnasiums. Erstmals dabei ist die Band AG der Janusz Korzcak Gesamtschule, dazu bereichern Tanzbeiträge der Grundschule Sundern, Sport und Ballett Neumann und der Tanzschule Stüwe-Weissenberg das Programm, welches in diesem Jahr Matthias Traeger von Radio Gütersloh moderiert wird.

Für die Kinder wird es wieder sehr bunt zugehen: Die Kletter-AG der Anne-Frank-Schule lädt wieder zu mancher Mutprobe ein und wer lieber am Boden bleibt, kann sich auf der Hüpfburg vergnügen. Beim Schminken der Kindergesichter darf man sich nach Wunsch in wilde Tiere, hübsche Prinzessinnen und vieles mehr verwandeln lassen. Auch die „Malteser“ sind wieder mit einem Rettungswagen dabei und erklären die spannende Arbeit beim Helfen und Retten.

Die „Waffelbäckerinnen“ des Kinderschutzbundes werden wieder ihr Bestes geben und schon jetzt können sich alle Besucher auf tolle Preise freuen, die es bei der großen Tombola zu gewinnen gibt.

Der Kinderschutzbund freut sich schon jetzt auf Euren und Ihren Besuch.