Die Trennung von Heidi und Seal

Der Radio Gütersloh Kommentar vom 29. Januar 2012:

Sonntags kommentieren wir aktuelle Themen. Mario Alexander Unger beleuchtet in dieser Woche die Trennung von Heidi Klum und Seal.


Es war ein Traumpaar unter den Promis. Topmodel-Moderatorin Heidi Klum und Sänger Seal. Doch in dieser Woche kam das Aus. Erst waren es nur Gerüchte, die beide unabhängig voneinander bestätigten. Und das ausgerechnet im verflixten siebten Jahr – als ob etwas dran wäre. Sofort schossen die Paartherapeuten und Beziehungsexperten wie Pilze aus dem Boden, um über die Gründe zu spekulieren. 

Angeblich lieben sich Seal und Heidi ja immer noch sehr und wollen respektvoll miteinander umgehen, einen Rosenkrieg vermeiden. Das ist auf der einen Seite mal eine angenehme Ausnahme, auf der anderen Seite aber abgrundtief verlogen. Entweder man liebt sich noch, dann muss man sich der Kinder wegen zusammenraufen und es noch mal probieren, alles andere ist verantwortungslos. Oder man liebt sich nicht mehr und dann darf man in der Öffentlichkeit aber auch nicht das Gegenteil behaupten.  

Scheidungen – so die selbsternannten Experten – gebe es immer häufiger. Warum wohl? Wenn selbst sich liebende Promis sich trotz Kindern trennen wollen, weil sie sich auseinander gelebt haben, was sollen dann erst Paare tun, die ernsthafte und existentielle Probleme haben? Ich glaube Prominente haben eine Vorbildfunktion, die Heidi und Seal leider nicht wahrnehmen – so wird es künftig wohl noch mehr Scheidungen geben.


Historische Demo für die Autobahn 33

Radio Gütersloh-Kommentar vom 15. Januar 2012:

Mehr als 2.500 Menschen sind für den schnellen Lückenschluss in Halle auf die Straße gegangen. Sie fordern von den Bundes- und Landespolitikern den Weiterbau der Autobahn von Steinhagen über Halle nach Borgholzhausen sofort. Matthias Traeger kommentiert:

Das war ein historischer Tag für Halle – ja für den ganzen Kreis Gütersloh. Die Menschen geben sich nicht mehr mit den Versprechen aus Berlin und Düsseldorf zufrieden – zu lange sind sie hingehalten worden, zu oft sind Versprechen gebrochen und Entscheidungen vertagt worden. Mehr als 40 Jahre geht das schon so. Und auch jetzt bleiben sie misstrauisch. Obwohl es aus dem Bundes- und aus dem Landesverkehrsministerium heißt, dass für den letzten A33 Bauabschnitt zwischen Steinhagen und Borgholzhausen genug Geld da ist. „Wir glauben das erst, wenn die Bagger rollen“ sagten mir viele der Demonstranten. Viele von ihnen haben die Anfänge der A33 Planungen erlebt. Viele von ihnen wohnen im Haller Zentrum und müssen täglich die Blechlawine ertragen, die sich über die B68 quält und die Lärm und Feinstaub bringt. Viele kamen aber auch aus Borgholzhausen, aus Steinhagen oder aus Versmold, um für den Lückenschluss und damit für die Entlastung der B68 oder auch von Borgholzhausen-Bahnhof in die Trillerpfeifen zu blasen. Es ist gut, dass sich so viele Menschen öffentlich dazu bekennen. Dass große und kleine Wirtschaftsbetriebe deutlich Position beziehen. Dass Bürgermeister, die Kreisverwaltung und auch die heimische Politik an einem Strang ziehen. Was man gemeinsam schaffen kann, das haben wir in Halle gesehen – innerhalb kürzester Zeit mehr als 2.500 Menschen zu einer friedlichen Demonstration zu mobilisieren. Und es ist gut, dass das Aktionsbündnis „A33-sofort“ weitere Aktionen plant und keine Ruhe geben wird. Hoffentlich merken das die entsprechenden Stellen in Berlin und Düsseldorf und handeln entsprechend schnell. Sonst wird der Ruf nach dem A33 Lückenschluss aus dem Kreis Gütersloh unerträglich laut werden.


Wenn Wulff Bundespräsident bleibt...

Radio Gütersloh-Kommentar vom 8. Januar 2012:

Christian Wulff bleibt Bundespräsident – zumindest vorerst. Nach seinem Fernseh-Interview ist Deutschland gespalten: Waren seine Erklärungen zur Kredit-Affäre und zur Medien-Affäre ausreichend oder soll er zurücktreten? Der Radio Gütersloh-Kommentar von Helmut Delker:

Ganz ehrlich: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Christian Wulff diesen Sturm übersteht, aber ich bin kein Hellseher. Sei’s drum: Tun wir mal so, als würde er die nächsten drei Jahre Bundespräsident bleiben. Was wäre dann? Ein Bundespräsident regiert nicht durch Gesetze, sondern durch die Kraft seiner Worte. Dazu braucht er absolute Glaubwürdigkeit und hohe moralische Autorität. Deshalb gilt Richard von Weizsäcker für Viele als der Inbegriff eines Bundespräsidenten. Ihm hört man heute noch zu. Dass ein Staatsoberhaupt bei Journalisten anruft, um Zeitungsartikel zu verhindern – das passt zu einer Bananenrepublik aber nicht zur Bundesrepublik Deutschland. Christian Wulff hat so seine Autorität als Bundespräsident verspielt und die bekommt er auch durch Entschuldigungen nicht zurück. „Versöhnen statt spalten“, sagte Johannes Rau früher gerne. Christian Wulff spaltet die Nation. Durch seine Affären hat er die Bild-Zeitung, fast alle Medien und gut die Hälfte der Bevölkerung gegen sich. Für einen Bundespräsidenten ist das eine Katastrophe. Diese Hälfte glaubt ihm nicht mehr und sie hört ihm auch nicht mehr zu. So kann Christian Wulff theoretisch zwar Bundespräsident bleiben, bewegen kann er kaum noch etwas.

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Wetter im Kreis Gütersloh

Heute: Mittwoch, 23.5.2012

Vormittags sonnig mit ein paar Wolken, bis zum Abend sind Gewitter mö...

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