Das Weihnachtsprinzip

Radio Gütersloh-Kommentar vom 24. Dezember 2011:

Ein prächtig geschmückter Baum, ein köstliches Abendessen oder das Miteinander in der Familie: Das Weihnachtsfest besteht aus vielen schönen Elementen. Auch die Kirchen zwischen Versmold und Varensell werden sich am 24. Dezember wieder füllen. Christoph Müller spricht über den Kern des Weihnachtsfestes:

Im Grunde ist Weihnachten ganz einfach: Aus groß wird klein. Ein großer Gott macht sich ganz klein, um zu uns Menschen zu kommen. Gott wird Mensch. Er will unbedingt in unserer Nähe sein und schickt sich deshalb im kleinen Jesuskind selbst auf die Erde. Wenn wir auf Jesus schauen, dann können wir Gottes Handeln und Wirken erkennen. Wir können erfahren, wie Gott wirklich ist. Neulich habe ich einen Spruch von Fernsehmoderator und Autor Peter Hahne aufgeschnappt: „Weihnachten bringt große Freude zu uns kleinen Leuten“. Für mich stellt sich nun die Frage: Wie können auch wir Menschen in unserem Umfeld eine Freude machen? Hier noch mal das Weihnachtsprinzip: Aus groß wird klein. Auch wir können uns mal wieder klein machen, die eigenen Ansprüche herunterschrauben. Es ist schön, wenn ein Vater in die Knie geht, um seiner Tochter einen Wunsch von den Augen abzulesen. Wie oft schauen wir unserem Gegenüber in die Augen, um zu erkennen, was ihm fehlt? Ein großer Sportartikelhersteller wirbt mit dem Slogan „Just do it“. Tun Sie es einfach! Machen Sie sich klein, um anderen eine große Freude zu machen. Ob mit einem Anruf, der schon längst überfällig ist, oder mit einer liebevollen sms. Indem wir uns klein machen, wächst an anderer Stelle große Freude! Ich wünsche Ihnen fröhliche Weihnachten!


Kein Kommentar zur A 33 und zum FC Gütersloh

Radio Gütersloh-Kommentar vom 18. Dezember 2011: 

Erst kommt die Autobahn 33 doch nicht, weil das Geld fehlt. Jetzt kommt sie vielleicht dann doch. Und beim FC Gütersloh geht’s mal wieder drunter und drüber: Trainer weg, Co-Trainer weg, Sport-Koordinator weg und dann verabschieden sich auch noch zwei Vorstandsmitglieder. Die A 33 und der FCG bieten genug Stoff für den Kommentar der Woche von Helmut Delker:

Das Gezzere um die Autobahn 33 oder das Theater beim FC Gütersloh – da sitze ich vor meinem Rechner und denke darüber nach, über welches Thema ich einen Kommentar machen sollte. Ich sag’s Ihnen: Seit 18 Jahren arbeite ich als Nachrichtenredakteur bei Radio Gütersloh, aber manches bleibt immer Gleich. Zum Beispiel dieses ewige Gerede über die Autobahn 33, die kommt, die kommen muss, die nicht kommt, die vielleicht kommt, wo das Geld fehlt oder geklagt wird. Oder eben auch nicht. Seit 18 Jahren mache ich das mit und ich sag’s Ihnen: Ich kann’s nicht mehr hören – all die Politiker-Versprechen, Sonntagsreden und ewig gleichen Argumente von Gegnern und Befürwortern. Also lassen wir das mit dem Kommentar zur Autobahn 33.

Und was ist mit dem FC Gütersloh? Normale Vereine feuern den Trainer und alles ist gut. Beim FC gibt’s auch noch eine Vorstandskrise obendrauf. Immer wieder Trainer-Entlassungen, Rücktritte, Misserfolge, Finanzprobleme, großspurige Versprechungen und Neuanfänge. Schon seit zwölf Jahren geht das so – seit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga. Ganz ehrlich: Ich kann’s nicht mehr hören. Deshalb lassen wir den Kommentar der Woche heute mal ausfallen. Ich wünsche Ihnen einen schönen vierten Advent und ein frohes Weihnachtsfest.


Immer die gleichen Eltern

Der Radio Gütersloh Kommentar vom 11. Dezember 2011:

Sonntags kommentieren wir ja oft aktuelle Themen, die unter den Nägeln brennen.  Mario Alexander Unger hat heute ein ganz persönliches Thema angefasst.

Seit ein paar Monaten bin ich im Elternbeirat der Kita Tobiasweg in Gütersloh vertreten. Zwei Dinge sind mir aufgefallen. Erstens ist es weitaus weniger Arbeit als zunächst befürchtet und zweitens bringen sich immer die gleichen Eltern ein, wenn es um zusätzliche Aktivitäten geht. 

Verstehen könnte ich ja noch Eltern die sagen, „Mensch ich zahle hier schon so viel, da muss ich nicht noch meine Freizeit für die Kita opfern.“ Aber genau die sind es, die sich einbringen. Egal ob es darum geht Waffelteig für ein Event zu stiften oder selbst Hand anzulegen, um den Außenbereich zu verschönern. Meist fehlt jedwede Beteiligung von denen, die ohnehin nix für die Kita zahlen müssen. Das ist für mich eine unglückliche Situation.  

Das eigentliche Problem ist aber noch ein anderes. Wirklich schwierig finde ich, dass diese Eltern ihre Einstellung der „Lieber nicht Beteiligung“ auch an ihre Kinder weitergeben werden. Falls jemand eine Idee hat, wie man diesen Kreis durchbrechen kann, ich bin da für jede Anregung zu haben.


Auf Weihnachtsmärkten Krisen vergessen

Radio Gütersloh-Kommentar vom 4. Dezember 2011:

Weihnachtsmärkte bei uns im besten Kreis der Welt sind absolut wichtig. Da lassen wir es uns gut gehen. Der Kommentar der Woche von Matthias Traeger:

Ich gehe gerne auf Weihnachtsmärkte. Am liebsten mit meiner Familie, wenn es dunkel wird, bunte Weihnachtssterne an den heimeligen Hütten und geschmückten Tannenbäumen leuchten, der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln und Maronen meiner Nase schmeichelt. Meine Kinder und meine Frau sind glücklich – und ich auch, denn ich vergesse für einen kurzen Augeblick die Schreckensnachrichten, die uns durch die Woche jagen. Vergesse Deutsche Bank Chef Josef Ackermann, der in Hamburg der Politik Unfähigkeit bei der Bewältigung der Eurokrise vorwirft. Vergesse auch für einen kurzen Augenblick Professor Hans-Werner Sinn, in Halle zeichnete er ein düsteres Euro-Schuldenkrisenbild. Meine Kinder strahlen mich an, rote Paradiesäpfel an Stielen in den Händen – rot auch im Gesicht. Da denke ich nicht an Neonazis, den Streit um das neue Gütersloher Hallenbad oder an schlimme Unfälle. Mit meiner Frau genieße ich einen Glühwein, während die Kinder der Kreismusikschule auf ihren Trompeten und Tenorhörnern Tochter Zion spielen. Ich sehe rings um mich herum viele andere Familien, Arbeitskollegen, die den Feierabend einläuten, Menschen, die Anschluss suchen. Sie alle lassen es langsamer gehen und rücken näher zusammen. Diese Chance haben Sie auch – egal wie warm oder kalt es ist. Auf den Weihnachtsmärkten hier bei uns im Kreis Gütersloh.

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Vormittags sonnig mit ein paar Wolken, bis zum Abend sind Gewitter mö...

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