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Marvin Konrad
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Album der Woche

Album der Woche: Alice Merton - S.I.D.E.S.

Der Titel ist Programm: Alice Merton zeigt sich auf ihrem zweiten Album "S.I.D.E.S." von neuen Seiten. Auf ihr poppiges Debüt folgt ein traurigeres, persönlicheres Album.

(dpa) - Auf Regen folgt Sonnenschein. In diesem uralten Sprichwort steckt die Idee, dass eine Situation mit der Zeit auf natürliche Weise ganz von allein besser wird. Dieser Überzeugung ist auch die Popsängerin Alice Merton – und bringt sie auf ihrem neuen Album "S.I.D.E.S." zum Ausdruck. "Es gibt immer eine andere Seite. Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Die Frage ist nur, wie und wann man da ankommt", sagt die 28-Jährige im Interview.

Persönlich und intensiv – das trifft auf ihre neue Platte zu, die wie zuletzt so viele ein Pandemie-Werk ist. Die vergangenen zwei Jahre machten Merton oft zu schaffen. Neben schönen Momenten gab es eben auch die schrecklichen, wie sie erzählt. "Es war irgendwie eine echte Achterbahnfahrt, und darum geht es auch in dem Album."

Die Sängerin musste eine schwere Trennung verarbeiten. Dazu kamen der Tod ihrer geliebten Großmutter und mentale Herausforderungen. Denn Merton hatte mit Panikattacken zu kämpfen und entschloss sich schließlich, Hilfe zu suchen. "Es ging mir lange Zeit sehr schlecht, und ich wusste, dass ich in Therapie muss", erzählt sie. Die Platte wird mit dem Lied "The Other Side" abgerundet. Aber was ist diese andere Seite? "Die andere Seite ist einfach der Moment, wo du merkst, dass es dir besser geht", erklärt Merton. Zwar könne man immer wieder auf die andere Seite kommen. Das Leben sei aber ein dynamischer Zustand und werfe einen auch immer wieder zurück. "Es ist einfach das Leben, es ist ein Zyklus, und das wollte ich mit dem Album auch ausdrücken."


Album der Woche: George Ezra - Gold Rush Kid

"Das Gold Rush Kid? Das bin ich", erzählt George über die Titelwahl seines dritten Albums. "Was sie alle vereint, ist dass jeder einzelne von ihnen genau nach mir klingt." Unser Album der Woche mit dem britischen Popstar.

Es läuft seit seinem Durchbruch: Die ersten beiden Alben von George Ezra waren schon sehr erfolgreich. "Wanted On Voyage" und "Staying At Tamara's" haben jeweils Gold in Deutschland abgeräumt. 2019 gab es auch noch den Brit Award als bester (männlicher) britischer Solokünstler. Und nun? Wonach strebt der erst 29-Jährige? Nach noch höherem. Ein interessanter Aspekt zur neuen Platte: Die ersten Alben erarbeitete er auf Reisen, dieses nun ausschließlich in London. Seinem gewöhnlichen Ezra-Stil bleibt er allerdings treu. Klar ist: Mit "Gold Rush Kid" wird er erneut auf Gold-Jagd gehen.

Das Interview mit George Ezra

Album der Woche: Die Toten Hosen - Alles aus Liebe

Anfang 1982 gründeten fünf Freunde, die sich aus der Düsseldorfer Band "ZK" rekrutierten, die Toten Hosen. Die Prognosen aus ihrem Umfeld für die Lebensdauer der Band lauteten: Wenige Monate. 40 Jahre später feiert die Band das neue Album "Alles aus Liebe: 40 Jahre Die Toten Hosen".

"Niemand von uns hätte damals gedacht, dass wir heute, 40 Jahre später, nach unzähligen Irrungen und Wirrungen, Abenteuern, Hits, Pleiten, Pech und Pannen immer noch zusammen unterwegs sind, und vor allem gemeinsam immer noch Spaß an der ganzen Sache haben", lässt die Band gemeinsam verlauten. Zum runden Geburtstag beschenkt sich die Band selber - mit einer umfangreichen Werkschau, die in einer Vierfach-Vinyl-LP-Box, Doppel-CD und digital erscheint. Für Campino und Co. sei es "Ehrensache", den Geburtstag mit neuer Musik zu zelebrieren. Sieben brandneue Stücke seien aufgenommen worden. Außerdem wurden "ein paar Nummern überarbeitet oder auf Stand gebracht, die damit die neue Platte "Alles aus Liebe" rundmachen. Das Album könnt ihr euch hier in voller Länge anhören.

Das Interview mit Campino